Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
434
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ihren wahren Südpol nennen und umgekehrt; indes; da wir unsam liebsten an das halten, was in die Augen fallt, so trage ichkein Bedenken, der gewöhnlichen Art zu reden gemäß, den nachNorden zeigenden Pol der Nadel den Nordpol oder das Nord-Ende der Nadel zu nennen, obgleich dies nicht ohne einige Unbe-quemlichkeit ist, weil eben dieser Pol in den allernördlichstcn Ge-genden, nördlich vom magnetischen Pole der Erde, sich nach Sü-den wendet.

Wir dürfen jetzt den Gedanken, daß die Erde ein magnetischerKörper ist, in welchem vier Puncte der Oberfläche, oder vielleichtrichtiger, zwei durch die Erde gezogne magnetische Apen, sich alsvorzüglich einwirkend zeigen, noch nicht weiter verfolgen, sondernmüssen zuvor auch die übrigen Erscheinungen, die Abweichung derNadel nämlich und die Starke der magnetischen Kraft, in verschie-denen Gegenden naher kennen lernen; indeß wollen wir den Ge-danken, daß die magnetischen Pole der Erde doch in jeder Beziehungmerkwürdige Puncte sein mögen, nicht aus dem Auge verlieren.

Abweichung der Magnetnadel. Linien gleicher Ab-w e i ch u n g.

Ueber die Richtung, in welcher die horizontale Magnetnadelzur Ruhe kömmt, habe ich mich bisher immer nur sehr oberflächlichansgedrückt; aber diese Richtung ist für die genauere Kenntnis; dermagnetischen Kraft der Erve sehr wichtig. Damit die auf einerSpitze frei schwebende Nadel sich nicht, der Inklination der ma-gnetischen Richtungskraft gemäß, von der horizontalen Lage ent-ferne,, muß man die horizontalen Nadeln nicht ganz strenge inihrem Schwerpunkte unterstützen, sondern so, daß der Schwerpunktsich ein wenig gegen den Südpol zu von dem unterstützten Puncteentfernt befinde, damit das durch die magnetische Kraft bewirkteSinken des Nordpols aufgehoben werde; reiset man aber dann mitdieser für unsre Gegenden eingerichteten Magnetnadel in Gegenden,wo die Neigung geringer ist, so zeigt sich das Ucbcrgcwicht dersüdlichen Hälfte der Nadel, und man muß ein kleines Gewichtchenan die nördliche Hälfte befestigen, damit nun nicht eine Neigunggegen die Horizontallinie eintrete.