eine Neigung von 80 ° erlangen zu sehen, dagegen hat die Magnet-nadel im nördlichen America schon in der Breite von 54 » (jm süd-lichsten Theile der Hudsonsbay) eben die Neigung von 30 «. Ver-folgt man die Linien auf der Erde, wo die Neigung 82 ", 8ü",und mehr betragt, so findet man immer deutlicher, daß sie sich inetwas ovaler Form um einen Punct hcrumzichcn, der ungefähr100 o westlich von Greenwich in 71 o Norderbreite, etwassüdlich von der Gegend liegt, wo Parry auf seiner Polarreiseüberwinterte. Parry beobachtete eine Neigung von 88F ^,d
befand sich also nicht weit von dem Puncte, wo die Neigung So »betragen muß. Dieser eine Punct ist ziemlich genau bekannt undin der Ehartc (4'ak.V.) nördlich von America angegeben. Die Krüm-mung der Linien gleicher Neigung in Sibirien deutet auf eineneben solchen, aber sehr im unzugänglichen Norden liegenden, zweitenPunct hin, wo die Neigung SO" ist, dessen genaue Lage aberschwerer zu bestimmen ist, weil wir keine Beobachtungen aus Gegen-den, die ihm sehr nahe sind, erhalten können. Und eben so wiees zwei nördliche magnetische Pole der Erde gicbt, (denn sokönnen wir jene Puncte nennen,) so zeigen uns die Linien gleicherNeigung auf der südlichen Halbkugel, daß es dort einen magnetischenSüdpol ungefähr in 70 ° Breite grade südlich von Neuholland undeinen Südpol in noch größerer Breite südwestlich von der südlich-sten Spitze Amcrica's geben muß. Die Zeichnung Tafel V. gicbtdie ungefähre Lage der vier Pole an.
Die Erde ist selbst ein Magnet.
Die Erde zeigt sich uns also selbst als ein Magnet, alsmit einer nur auf die magnetisirten Körper wirkenden Kraft be-gabt, wodurch in der nördlichen Halbkugel der nach Norden zei-gende Pol der Nadel angezogen wird, in der südlichen Halbkugelder nach Süden zeigende Pol. Ucberlegen wir nun, daß der Nord-pol eines Magnetes den Südpol des andern anzieht, so erhellt,daß wir eigentlich dem Nord-Ende unserer natürlichen und künst-lichen Magnete Südpolarität beilegen müßten, weil dieser Theil derNadel vom Nordpole der Erde selbst angezogen wird; und wirklichhaben mehrere, vorzüglich französische, Schriftsteller diesen Ausdruckangenommen, daß sie das nach Norden zeigende Ende der NadelIII. E e