Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
431
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Nadel immer träger werden, und wenn die Ebne ko um 23 Gr.nördlich gehoben gegen den Horizont geneigt ist, so hat die Nadelalle Richtungskrast verloren, sie ist in der astatischen Aufstellungund hat gar kein Bestreben, irgend eine bestimmte Richtung an-zunehmcn. Die Ebne, in welcher sich dann die Nadel bewegt unddie dann zugleich durch den Kreis I? O dargestcllt wird, heißt dieEbne des magnetischen Aequators, weitste senkrecht gegendie Linie ist, in welcher die beiden Pole des Magnetes ihre natür-liche Stellung annehmcn, und diese Ebne des magnetischen Ae-quators stellt sich uns in vieler Hinsicht als merkwürdig dar.

Ungleiche Neigung der Nadel in verschiedenen Gegen-den dcrErde.

Die bisher bloß in Beziehung auf unsre Gegenden betrachteteErfahrung, daß die im strengsten Sinne äquilibcirte Nadel durchdas Magnetischen anscheinend am nördlichen Pole schwerer wird,oder durch die Magnetistrung sich einer auf unmagnetische Körpernicht wirkenden Kraft der Erde unterworfen zeigt, führt natürlichzu der Frage, wie sich die Erscheinung in andern Gegenden derErde verhalte. Ich will hier von der nähern Bestimmung, ob esder wahre Nordpunct ist, gegen den die Nadel sich wendet, nochnicht reden, sondern bloß auf die Neigung oder Inklinationsehen. Beobachtet man diese in verschiedenen Gegenden, so sinderman in der Gegend des Erd - Aequators die Nadel wenig von derhorizontalen Stellung abweichend, jenseits des Aequators dagegenwird der Südpol der Magnetnadel eben so gegen die Erde herabgezogen, wie bei uns der Nordpol. Verfolgt man die Beobach-tungen genauer, so findet man, daß es eine um die Erde gezogeneLinie gicbt, wo die Nadel im strengsten Sinne horizontal bleibt,also gar keine Neigung hat, und diese Linie, die zwar dem Erd-Aequator nahe ist, aber doch nicht genau mit ihm übereinstimmt,nennt man den magnetischen Aequator der Erde. (S.die Ehacte Taf. V ) Geht man von dieser Linie abwärts, so nimmtzuerst die Neigung so beträchtlich zu, daß sie in 10 Grad Abstandvom magnetischen Aequator schon beinahe 20 Gr. beträgt, abernach und nach muß man immer weiter fortgchen, um sie auf 30,40 Gr. zunehmcn zu sehen; in der Gegend der Eanarischen Inseln