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Wenn man die von den beiden Polen einer nicht zn schwa-chen voltaischen Säule *) ausgehenden Drache, die hier sich amliebsten in Platindräthe endigen müssen, mit Quecksilber, über wel-chem sich eine alcalische Auflösung befindet, in Verbindung setzt,so entstehen auffallende Bewegungen, die, je nachdem der eineoder der andre Drath bis in das Quecksilber reicht oder beide sichin der darüber stehenden Flüssigkeit endigen, verschieden sind. Ichbegnüge mich, von diesen Erscheinungen, die ungleich sind für eineüber dem Quecksilber stehende alcalische und eine saure Flüssigkeit,nur einige zu erzählen.
Man thut reines Quecksilber in ein flaches Glasgefäß, einUhrglas zum Beispiel, und gießt auf dasselbe eine Auslösung vonätzendem Kali; man läßt dann den vom positiven Pole kommendenDrath sich in der Flüssigkeit, etwas entfernt vom Quecksilber, endi-gen und den negativen Drath dagegen in das Quecksilber cintau-chen; so nimmt das Quecksilber statt seiner convexen Gestalt einemehr abgeplattete an, und in der Flüssigkeit entsteht ein Strom,dessen Richtung in I'i'§. 121. die Pfeile angeben. Stehen nämlichder positive Drath .4 und der negative k sich ungefähr im Durch-messer des Glases gegenüber, so geht von 4. nach 6 ein graderStrom, der sich gegen L zu theilt und Wirbel nach beiden Seitenhin hervorbringt, so daß die Bewegung so forldauert, wie die Figurangicbt und die Drehung beider Wirbel sehr lebhaft ist. Stehen4, 11, sich nicht im Durchmesser gegenüber, so zieht der eineWirbel sich zusammen oder verschwindet auch ganz, indem derursprüngliche Strom immer fast gerade vom positiven zum nega-tiven Drathe hinüber geht. Hat man die Drathc eine Zeit langin der angegebenen Eintauchung gelassen und zieht nun den nega-tiven Drath aus dem Quecksilber heraus bis in die Flüssigkeit zu-rück, so dauert der Strom noch eine geraume Zeit fort, und nachHerschels genauer Untersuchung so lange, bis das bei der vori-gen Schließung reducirte und mit dem Quecksilber amalgamirteKaliummctall sich wieder oxydirt und in Alcali verwandelt hat.
Hat man den negativen Drath in das Quecksilber eingetaucht
*) Pfaff hat nur 24 zweizeilige Plattenpaare angewandt; mit 50etwas größer» Plattcnpaaren gelingt der Versuch sehr leicht.
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