Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
265
Einzelbild herunterladen
 

265

dxrt, so erscheinen die geästcltcn positiven Figuren weiß, von aus-gesondertem Schwefel, und der Mennig liegt in der Ferne zer-streut, dagegen erscheinen die runden negativen Figuren roth, in-dem hier der Schwefel unregelmäßig zerstreut abwärts getriebenwird. Hier scheint also der Schwefel mehr negativ von den posi-tiv clectrisirten Stellen angezogen zu werden, der Mennig mehrvon den negativen. Andre Mischungen zeigen ähnliche Verschie-denheiten.

Sechzehnte Vorlesung.

Erfindung der elektrischen Flasche.^

Früher als man von den Erscheinungen, mit denen ich Sisnculich unterhalten habe, und die zuerst Eanton 1753, daraufWilke und Aepinus kennen lehrten, etwas wußte, trat un-erwartet und im höchsten Grade überraschend eine elektrische Er-scheinung hervor, die zum ersten Male die Electricität als eineKraft, deren Wirkung! Schrecken erregen könne ^ kennen lehrte.Zm Jahre 1745 bemerkte zuerst von Kleist, daß man einenungewöhnlich starken elektrischen Schlag erhalte, wenn man einmit Wasser nicht ganz gefülltes Glas, aus welchem ein eisernerNagel in das Wasser gesetzt hervorragt, in der Hand hält, dasWasser nebst dem Nagel clectrisirt, und endlich mit der andernHand den Nagel berührt. Einen ganz ähnlichen Versuch stellteEunaeus in Leiden etwas später an. Er hoffte, ein rundum von Glas umgebenes Wasser, dem man durch einen Leiterdie Electricität zuführe, werde diese nicht so leicht verlieren; daes sich nun einmal zufällig traf, daß er bei dem Elcctrisircn dasGlas in der Hand hielt, und dann mit der andern Hand denDrakh, durch welchen dem Wasser die Electricität zugeführt war,berührte, so erhielt er einen heftigen Schlag, den er von der La-dung einer so geringen Wasscrmenge gar nicht erwartet hatte.Dieser Versuch erhielt den Namen des Leidener Versuches, die