Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
263
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Oberfläche und läßt auf einen Puuct dieser Oberfläche einen clcc-trischcn Funken schlagen, bepudert man alsdann die Fläche mitfeinem Schwefel oder «einen I/vopoäii, so legt dieser Staubsich nicht gleichförmig auf die Fläche, sondern er bildet Figuren/die wesentlich verschieden sind, je nachdem der Funke ein positiveroder negativer war. Der positive Funke gicbt eine mit divcrgi-rendcn, jedoch nicht ganz geraden, Strahlen sich ausbreitende Figur,in welcher die Hauptstrahlen sich gewöhnlich wieder in feinere zer-theilen oder verästeln, (chi^. 72.) der negative Funke gicbt eineFigur, die mehr oder minder deutlich aus concentrischcn Kreisenbesteht; ist sic auch nicht ganz und gar von strahlenden Ausströ-mungen frei, so sind doch diese unbedeutend, und ihr charakteristi-sches Ansehen besteht darin, daß die mit Staub sich belegendenFlächen kreisförmig sind. Gelingt cs, nur einen einzigen nega-tiven Funken auf die Harzplatte zu bringen, so erhält man einengenauen Kreis, der sich mit Staub bedeckt hat, in dessen Mitteder Staub sich nicht so stark aufgelegt hat, und der um die Mitteein feines Geäder (wie bst-;. 73.) zeigt* **) ). Bringt man genau aufdenselben Punct einen Funken und nach einigen Augenblicken einenzweiten, so stellt die bepuderte Figur sich wie 74. dar, undbei mchrcrn deutlich abgesetzt hinter einander folgenden Funken zeigtsich immer mehr das Bestreben, conccntrische Kreise zu bilden.Gewöhnlich gehen neben der Stelle, wo der Hauptfunke aufschlug,noch mehr Kreise, wie I'ix. 75-, oft sehr zahlreich hervor, ohneZweifel weil kleine Funken seitwärts hin gefallen sind

*) Dieses Geäder ist indcß schon ein Zeichen, daß nach dem Ueber-schlagen des negativen Funkens etwas positive Electricitat übcrgcgan-gen ist.

**) Die negativen Figuren fallen am schönsten aus, wenn maneine ziemlich große elektrische Flasche inwendig negativ ladet und siedann auf eine isolirendc Unterlage ^ gestellt (bix. 76.) auf folgendeArt anwendct. Man setzt den einen Knopf bl des gewöhnlichen Aus-ladcrs ruhend auf die Harztafel LI) und berührt mit dem andernKnopfe k langsam angenähert nur einen Augenblick die Kugel u, wäh-rend die Hand den GlaSsticl 6 faßt, also keine Leitung darbietct; dannerhält man, wenn die Flasche nicht allzustark geladen ist, nur einendeutlich hcrvorgehcnden Funken und kann durch eine zweite und dritte