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3 (1832)
Entstehung
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von Fett auf der Oberfläche hindert das Kochen noch etwas langer,oder bewirft, daß ein? größere Warme eintritt, ehe das gesalzeneund mit Fett bedeckte Wasser zum Kochen kömmt; schon durchdiese Wirkung tragen jene beiden Umstände bei, ein besseres Weich-wcrdcn der Speisen zu bewirken.

Die Chemiker bedienen sich des Erhitzcns im Marienbade, da-mit der zu erhitzende Körper gewiß nicht einer größer» Hitze, als derKochwärme des Wassers ausgcsetzt werde; dieses Maricnbad istnämlich ein Gefäß mit kochendem Wasser, in welchem dasjenigeGefäß aufgestellt ist, worin sich der zu erhitzende Körper befindet.

Die Destillation gründet sich auf die Eigenschaft der Flüssig-keiten, sich bei bestimmten Wärmegraden in Dampf zu verwan-deln, und bei geringerer Wärme sich wieder als tropfbare Flüssigkeitnicderzuschlagcn. Man bringt daher unter dem Gefäße, wo dieder Destillation zu unterwerfende Flüssigkeit sich befindet, Feuer an,und leitet dann die Dämpfe in das mit kaltem Wasser oder allen-falls mit Eis umgebene Kühlgefäß, wo die übcrgegangcnen Dampfesich als tropfbare Flüssigkeit darstcllen. Der Zweck des Destillirensist gewöhnlich, eine leichter verdampfende Substanz von der schwererverdampfenden zu trennen. Man destillirt daher den Wein, umaus ihm Weingeist zu gewinnen; denn da der Dampf des Wein-geistes in der Kühlröhre noch als Dampf fortgeht, wenn das mitaufgesticgenc Wasser sich schon niederschlagt, so erhält man denWeingeist desto gereinigter, desto starker und von desto geringermspccisischcn Gewichte, je mehr man die Einrichtung so macht, daßdie weniger elastischen Wasserdampfe sich, früher niedergeschlagen,abfondcrn. Will man eine solche Destillation bei geringerer Wärmebewirken, so muß man sie in luftleeren Gefäßen vollbringen. Manmacht dann die Einrichtung so, daß aus dem Raume über der zudestillirenden Flüssigkeit durch Wasserdampfe, die man durch eineSeitenröhre einläßt, die Luft ausgetrieben wird, indem man derLuft und den siedend heißen Dämpfen durch eine andre Röhre einenAusgang gestattet; hat man die Luft ausgetricbcn, so schließt manjene beiden Röhren, und da alsdann, bei geringerer Wärme, we-gen des mangelnden Luftdruckes, die Ausdünstung lebhaft fortgeht,so hat man nur nöthig, die Kühlcöhre oder das Gefäß, worin dasDestillat sich sammeln soll, mit Eis zu umgeben, damit dort der in