Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
114
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weniger Elasticität besitzen, als die Dämpfe einer bei geringererWärme kochenden Flüssigkeit; dn nun Salzwasser erst bei etwashöherer Temperatur zum Kochen kömmt als reines Wasser, somüssen die Dämpfe des salzigen Wassers etwas weniger Elasticitätbesitzen, als die des süßen Wassers. Der Schluß ist keinem Zweifelunterworfen; aber bekanntlich steigt in den Dämpfen des salzigenWassers kein Salz mit ans, sondern die Dämpfe geben süßesWasser; warum sind denn also diese Dämpfe gleichwohl anElasticität von denen verschieden, die ohne Zusatz von Salz zumWasser entstanden sind? Der Grund muß wohl der sein, daß dasim Wasser enthaltene Salz gleichsam mit dem Wärmestosfc umden Besitz deS Wassers streitet; der Wärmestoff kann sich nicht mitder ganzen Quantität Wasser verbinden, die ihm bei reinem Wasserzukäme, sondern das Salz fordert einen Thcil hievon, und daher istder Salzwasserdampf, bei gleicher Temperatur und so lange er sichüber dem noch übrigen salzigen Wasser befindet, ein wenig dünner,obgleich der Dampf kein merkbares Theilchcn Salz mit sortsührc.

Dichtigkeit der Dämpfe.

Daß auch die Bestimmung, wie viel Wasser denn in Dämpfenvon bestimmter Elasticität enthalten ist, von Wichtigkeit sei, braucheich kaum zu bemerken, und spätere Betrachtungen werden cs nochmehr zeigen. Das einfachste Mittel, um zuerst die Dichtigkeit derDampfe des kochenden Wassers zu finden, ist das von G. G.Schmidt angewandte, daß man in einem Glasgefäße, welchesnur eine kleine Qeffnung hat, und diese röhrenförmig ausgezogen,um sie schnell an der Lampe zuschmelzen zu können, Wasser zumKochen bringt, und in dem Augenblicke, wo der letzte Tropfen ver-kocht, die Dcffnung zuschmclzt. Wenn man dann das Gefäß abwägt,und dieses Gewicht mit dem vergleicht, welches bei vollkommenerAnfüllung mit Wasser von gegebener Temperatur statt findet, sokennt man, weil man ja auch das Gewicht des leeren Gefäßesbestimmen kann, das Verhältnis; des Gewichtes der Dämpfe zudem Gewichte des Wassers und folglich auch zu dem Gewichtetrockener Luft. Die Dichtigkeit der Wassecdämpfe bei niedriqernTemperaturen hat man durch ein anderes Verfahren bestimmt.Der ungelöschte Kalk hat die Eigenschaft aus feuchter Luft alle