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heiße Flüssigkeit, und sah das Wachs am Silber am weitesten vonder Wärmequelle entfernt zum Schmelzen kommen, statt daßBlei am wenigsten weit die hiezu nvthigc Warme annahm. Abernoch besser sind die Versuche so angestcllc Worten, daß Thermometerin der Metallmassc angebracht, bei verschiedenen Entfernungenvon der Wärmequelle, die in bestimmten Zeiten erlangten Wärme-grade zeigten. Nach solchen Versuchen gicbt Dcspcctz an, daßwenn eine Kupferstangc am einen Ende immer auf 83» erwärmterhalten wurde, in 1f Fuß Entfernung die Temperatur nie über33« stieg, als die Lust 17" Eent. warm war; bei einer gleichenBleistange in 1^ Fuß Entfernung stieg die Wärme nie über280,bei Marmor in eben der Entfernung nur auf 19«. Holz erwärmtsich in solchen Entfernungen gar nicht mehr, wenn cs sich auch amEnde verkohlt. Die Holz-Arten zeigen hier eine cigcnthümlicheMerkwürdigkeit, nämlich die, daß sie nach der Länge der Faserndie Wärme viel besser fortpflanzen als senkrecht aus die Fasern, unddies so sehr, daß z. B. Eichenholz an einer Stelle auf 82 Gr. Eent.erhitzt in « Zoll Entfernung 41, in I s Zoll Entfernung 17f Gr.Warme zeigte, wenn der Stab nach der Lange der Fibern geschnit-ten war, dagegen bei fast eben so starker Erwärmung in jenen bei-den Entfernungen nur 23 Gr. und 7f Gr., wenn der Stab querauf die Fibern geschnitten war *). Diese Verschiedenheit scheintsehr in Betrachtung zu kommen bei der Kalte, welche die Gewächseim Winter zu ertragen im Stande sind, indem das Innere derBäume nur durch eine Leitung squcc gegen die Fibern, also sehrlangsam, der Abkühlung unterworfen ist, und dieses offenbar vor-theilhafc ist, damit der Wechsel in der Spannung der Gefäße nichtsogleich bei jedem Wechsel der Temperatur eintretc, sondern all-mcchlig und nicht oft wechselnd. Die Baume erkalten zwar imInnern bis unter den Gefrierpunkt und die Säfte sind dann zuEis geworden, aber es scheint daß jene langsame Leitung hier den-noch von wesentlichem Nutzen ist **), so wie ja auch gefrorne Kör-
I'OM-IUI. Nun. XI!. 2«z. XIV. 501.
**) Eine große Anzahl von Beobachtungen über die Veränderungender Gewächse bei der Kälte und über ihr Erfrieren, finden sich in:Göppcrt über die Wärme-Entwickelung der Pflanzen,'ihr Gefrierenu. s. w. Breslau. Max. >830.
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