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3 (1832)
Entstehung
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Wasser kälter ist, als bei großer Tiefe. I. D avy erklärt dies dar-aus, daß die kältern Wassertheilchen in eine gleichsam unermeßlicheTiefe hinab sinken, da wo die Tiefe des Meeres dies erlaubt, da-gegen doch nur bis an den Boden hinabstnken können, wenn diesernicht so entfernt ist, im letztem Falle also durch ihre Nähe dasWasser auch in geringer Tiefe unter der Oberfläche abkühlcn. Beisehr flachem Wasser erwärmen die Sonnenstrahlen den Bodenselbst, und da findet jene Kälte über Untiefen also endlich nichtmehr statt *).

Waffe rlöchcr auf den Alpen.

Als einen merkwürdigen Beweis dafür, daß das Wasser beiseiner größten Dichtigkeit noch fähig sei, Eis zu schmelzen, führtRumford folgende Erfahrung an. Die Alpenreifenden findenmanchmal auf dem Gletscher-Eise tiefe Wasserlöcher, die bei gerin-gem Durchmesser eine Tiefe von 4 Fuß erlangen und bis obenmit Wasser gefüllt sind. Sie entstehen während des Sommersund vertiefen sich, so lange es oben hinreichend warm ist; diesesallmählige Vertiefen aber wird offenbar dadurch bewirkt, daß diegrößte Dichtigkeit des Wassers einer Wärme entspricht, die erheb-lich höher als die Kälte des aufthaucnden Eises ist. Es erhelltnämlich leicht, daß unmittelbar am Boden des Wasserloches, wo cssich in einer Eismasse endigt, die Gefrierkälte statt findet; die hiersich eben auflöscnden Wassertheilchen sind aber leichter, als die umetwa I bis 4 Grad mehr erwärmten, die sich in der Mitte derWassermassc befinden, und jene steigen daher hinauf, um diesenPlatz zu machen; so gelangen Wassertheilchen an den Eisboden,die warm genug sind, um wieder einige Eisthcilchcn in Was-ser zu verwandeln, und da sie bei ihrem Abkühlen wieder auf-steigen und durch neue ersetzt werden, so dauert dieses langsamfortschreitende Aufthaucn so lange fort, als die Sonnenstrahlendas obere Wasser noch immer ein wenig über den Gcfricrpuncterwärmen.

Luftströmungen.

Ueber die Abhängigkeit der Luftströmungen und der Windevon der ungleichen Erwärmung der Luft habe ich schon bei einer

-) <m>>. i.xvi. iw.