Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
17
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Die Luftthermomcter sind die ersten Thermometer gewesen,deren Drebbel sich schon im Anfänge des 17tcn Jahrhundertsbediente; aber die von ihm gewählte Einrichtung war, weil dieAngaben zugleich vom Drucke der Luft abhingen, nicht angemessen.Für den gewöhnlichen Gebrauch, wo sehr kleine Aenderungen derWarme anzumcrken unnöthig und sogar störend ist, verdienen ohneZweifel die Quecksilbcrthermometer den Vorzug; aber da, wo mansehr geringe Unterschiede der Wärme anzugebcn nöthig findet, dagewährt das Luflthcrmometer große Vortheile. Um so kleine Wärme-Unterschiede wahrzunehmcn, hat zuerst G. G. Schmidt, nachherRumford ein Instrument in Vorschlag gebracht, das Lesliepassend ein D iffe rc n tial th e rm o m c te r genannt hat. DasInstrument besteht aus zwei Glaskugeln /V, I), (l'-A. 3.), die durchdie gekrümmte Röhre ^6DU verbunden sind. In dem unternThcile der letztem befindet sich ein Quecksilbertropfen u I>, der diein beiden Kugeln enthaltene Luft von einander trennt. So langenun die Luft in beiden Kugeln gleich erwärmt bleibt, nimmt derQuccksilbertropfcn bei horizontaler Lage der Rohre 6D immer die-selbe Stelle ein, die dem Gleichgewichte gemäß ist; diese Lagebezeichnet man mit 0, und bringt an der Röhre von da an eineThcilung an. Erhält nun die Kugel I! nur die mindeste Erwär-mung, so daß die Lust in U mehr als in erwärmt wird, sodrängt die Luft den Quecksilbertropfen nach 6 hin, und die Scalezeigt, wie viel diese Ausdehnung der Luft betragt. Hat man alsoeinmal durch Versuche ausgemacht, wie viel Thcile der Scale einerDifferenz von I", von 2" u. s. w. entsprechen, so hat manhier ein sehr empfindliches Thermometer für die Differenz derWärme. Diese Einrichtung wäre ein wirkliches Luftthcrmomctcr,das aber darum nicht ganz bequem sein würde, weil die in H ver-dichtete Luft der in D erwärmten und zugleich ausgedehnten Luftentgegen wirken würde. Man läßt daher den Raum in .4, D,(ch'iA. 4.) nicht mit Luft gefüllt, sondern entfernt vor dem Zer-schmelzen der Kugeln die Luft, nachdem Schwefel-Aethcr hinein-gebracht ist, der ungefähr den Raum t'A füllt. Wenn dann die Ku-geln und die Röhre vollkommen geschlossen worden, so füllet sich derRaum /V sowohl als der Raum § I> mit Acthcrdampf, der in Be-ziehung auf die Ausdehnung durch die Warme sich ebenso wie die!>». V