Druckschrift 
3 (1832)
Entstehung
Seite
16
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nern Raumes aufgctragen waren, theils machten sie den Versuchso, daß der in Quecksilber cingetauchte Hals eines mit erwärmterLust erfüllten Gefäßes bei dem Abkühlen der Luft etwas Queck-silber aufnahm, dessen Menge man durch Abwägen bestimmte.Bei der ersten: Einrichtung kann man, wenn die Lust bei derNullkalte einen gewissen Raum füllt, sogleich sehn, um wieviel siesich bei der Erwärmung zu bestimmten, nach der Scale des Ther-mometers angegebenen, Graden ausgedehnt bar-, damit aber dieAusdehnung durch keinen Gegendruck gehindert werde, muß derThcil der Röhre, in welchem das durch einen Tropfen Quecksilbergesperrte Ende der Lustmasse sich befindet, horizontal liegen. Be-dient man sich eines Elasgcfäßcs mit engem Halse, so dringt beider Abkühlung der Luft allmählig mehr Quecksilber in das Gefäß,und die bei bestimmtem Grade der Abkühlung durch vorsichtige'Schließung und Abwägung dcs Gefäßes gefundene Quecksilber-Menge gicbt an, um wieviel der Raum, den die Luft noch cinnahm,sich vermindert halte. Dabei ist aber nöthig, daß man das Gefäßimmer so stelle, daß die Quccksilbcrfläche innen und außen gleichhoch ist, damit nicht die Ungleichheit des Druckes die Ausdehnungder Luft anders bestimme, als es der Temperatur gemäß ist. Diezu untersuchende Luft muß von Feuchtigkeit frei sein, und man läßtsie daher durch ungelöschten Kalk oder durch salzsauren Kalk gehn,weil diese Körper alle Feuchtigkeit begierig ausnchmen.

Diese Versuche haben zu der Ucberzeugung geführt, daß alletrockene Luft-Arten sich gleich viel ausdehnen, nämlich vom Ge-frierpuncte bis zum Kochpunkte dcs Wassers um -ssstsi,,- oder sj des-jenigen Volumens, welches sie bei 0" Wärme hatten. Zugleichergeben die Versuche, daß diese Ausdehnung gleichförmig fortgchtbei gleichem Zunehmcn der Wärme; und da kein Grund ist zuzweifeln, daß diese Gleichförmigkeit auch bei denjenigen Wärme-graden fortdauert, wo die tropfbaren Flüssigkeiten und selbst dasQuecksilber unregelmäßig werden, so kann man sich des Luftthcr-mometers bedienen, um in so niedrigen Temperaturen, wo dasQuecksilber gestiert, die Wärmegrade zu bestimmen, ja man könntedies auch für sehr hohe Temperaturen thun, wo indcß die Schwie-rigkeit viel größer ist.