Druckschrift 
1 (1830)
Entstehung
Seite
350
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mi'sch.em Klangffgurcn geeignete Metallplatte, die ich kreisförmigoder quadratförmig annehmen will, in ihrer Mitte fest, stellt diemit der Hand gehaltene Stimmgabel mit dem Stiele senkrecht aufdie Scheibe, und bringt durch Streichen mit dem Violinbogen dieTöne der Stimmgabel hervor, so steht man den Sand auf derScheibe sich in bestimmte Figuren ordnen. Dabei tritt aber einedoppelte Sonderbarkeit ein. Wenn man die Stimmgabel zuerstnnaufgestützt frei halt, und ihren tiefsten Ton hervorbringt, sohört man diesen bekanntlich schwach und erst dann sehr verstärkt,wenn sic auf der Scheibe als Resonanzboden aufgesetzt ist; gleich-wohl zeigt der Sand nur höchst schwache Bewegungen^ und ordnetsich bei anhaltendem Wiederholen dieses Tones erst sehr langsam inunvollkommene Klangfiguren. Bringt man dagegen, indem mandie Gabel etwas oberhalb der Mitte streicht, den zweiten Ton her-vor, so wird dieser, wie schon Weber bemerkt hat, durch den Re-sonanzboden gar nicht verstärkt, sondern hört, wenn man ihn'nichtimmer neu erregt, bald ganz aus; aber eben dieser Ton bringt aufeine höchst schnelle Weise den Sand in rein ausgeführte eleganteKlangfiguren. Hat sich der Sand diesem Tone gemäß geordnet,und berührt man die Scheiben in mehrern Stellen der nun bezeich-nten Schwingungsknoten, so kann man, indem man die Scheibeselbst in passenden Puncten mit dem Bogen streicht, eben den Tonerhalten, welchen vorhin die Stimmgabel angab. Streicht -'mandie Stimmgabel so, daß sie ihren dritten Ton angiebt, so erhältman eine andre feiner getheilte Klangfigur, die aber auch sehr schnellhervorgeht, , wenn nur der Ton recht rein aushallt. Wenn cs alsogleich scheint, als ob der Resonanzboden nicht geeignet sei, um durchsein eignes Vibriren die sehr hohen Töne zu verstärken, so sieht mandennoch, daß er darum doch nicht ohne Thcilnahme an den Vibra-tionen bleibt.

Auch auf dem gewöhnlichen hölzernen Resonanzboden gehenbei dem Aufsehen der tönenden Stimmgabel Klangfigurcn hervor,nur muß man den mit dem Violinbogen hcrvorgebcachten Tonlange wiederholt hervorbringcn.

Oft wird die Resonanz hindernd, insbesondre wenn in einem Ge-bäude, das zu öffentlichen Reden bestimmt ist, der unregelmäßige Wi-derhall an den Wänden, der sich als eine Resonanz ausnimmt, allzu