Wasser hervorgchen, und dagegen reflectirt in daß Innere desWassers zurückkchrcn. Eins ähnliche Erscheinung zeigen uns dieLichtstrahlen, die unter ähnlichen Umständen auch nicht aus demdichteren Körper in den dünneren übergehen.
Ich kehre zu den in den festen Körpern fortgcpflanztcn Schall-vibrationen zurück, deren Schnelligkeit man ebenfalls theoretisch be-rechnen kann, wenn die Kraft, mit welcher diese Körper der Deh-nung oder der Zusammendrückung widerstehen, bekannt ist, undauf ähnliche Weife, wie ich beim Wasser gezeigt habe, mit derDichtigkeit in Vergleichung gestellt wird. Wir lernen diese Vibra-tionen bei festen Körpern nur durch die Längentönc kennen, weildie Fortpflanzung des Schalles durch sehr große feste Massen sich soschwer genau beobachten läßt.
Auch bei diesen Längentönen ist die Erschütterung der einzel-nen Theile des Körpers nicht gleichförmig, sondern cs giebt, wieSavart und Weber gezeigt haben, Schwingungsknoten. Haltman eine ziemlich lange Glasröhre horizontal in der Mitte fest, undhangt auf der einen Hälfte mehrere leichte Papierringe auf, wäh-rend man durch Reiben mit einem nassen wollenen Lappen auf derandern Hälfte die Längcntöne hervorbringt, so ruhen jene Papier-ringe nur an gewissen Stellen, statt daß sie von den übrigen sichwegbewcgen, und erst an den Stellen, wo Schwingungsknoten sind,zur Ruhe kommen. Dabei ist merkwürdig, daß diese Punctc derRuhe ganz anders liegen, wenn man eine andre Seite der Röhrenach oben oder mit den aufhängcndcn Ringen in Berührung bringt.Sand, in nicht zu enge Röhren gebracht, zeigt, daß die Knotenlinieneine schraubenartig gewundene Gestalt haben, daß aber das äußer-liche Ansehen der Glasröhre nichts darbietet, woraus man schließenkönnte, warum die Knoten in der anscheinend gleichen Röhre hier-an der einen, dort an der andern Seite liegen.
Savart und Weber haben nicht bloß diese Schwingungs-knotcn sorgfältig untersucht, sondern Savart hat auch die ver-schiedenartigen Bewegungen des auf Scheiben aufgcstreuten Sandesbeobachtet, die dieser annimmt, wenn man die Scheibe dadurch inSchwingung seht, daß man eine die Scheibe berührende oder durchein enges Loch in der Scheibe gezogene Saite bald in transversale,