Druckschrift 
1 (1830)
Entstehung
Seite
338
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rischen Lust bekannt ist, eine Blase so an, daß Leim Zusammen-brücken der Blase die Pfeift angcblasen wird, und den ihrer Langeangemessenen Ton giebt. Diese Pfeift bringt man in eine auf dieLuftpumpe gefetzte Glocke, deren obere Oeffnung so geschlossen wird,daß die Pfeift luftdicht hcrvorragt und die Blase sich außerhalbbefindet; man füllt nun die Glocke und die Blase mit derjenigenLuft-Art, die man prüfen will, damit die Pfeift mit dieser Luft-Art gefüllt sei, und von der Blase aus eben die Luft-Art zumAnblasen verwandt werde. Indem dann durch einen Druck aufdie Blase die Pfeife zum Tönen gebracht wird, muß man mitHülfe des Monochords oder eines richtig gestimmten Tasten-In-struments den Ton bestimmen, welchen die Pfeife angab, undleitet daraus her, in welcher Zeit der Schall die Lange der Pfeifedurchlauft und folglich welchen Raum der Schall in 1 Sccundedurchlaufen würde, wenn er sich immer in dieser Luft-Art fort-pflanzte. Fände man zum Beispiel im Wasscrstoffgas den Toneiner 12 Zoll langen Pfeife, als das drei gcstrichne e, so würdeman, da das drei gesirichne o 20-18 Schwingungen in 1 Secunde,also das drei gcstrichne e 2560 Schwingungen in 1 Secunde macht,sagen, durch die offene Pfeife geht der Schall in Secunde,oder in 1 Secunde durch 2560 Fuß. Die Versuche geben nachVerschiedenheit der Reinheit des Wasscrstoffgas etwas mehr oderweniger. Die Theorie würde hier bei einer Luft - Art, die ein Vier-tel so dicht ist, bei gleicher Elasiicität, eine doppelt so große Schnel-ligkeit fordern; aber strenge trifft diese Bestimmung nicht zu, indemohne Zweifel auch hier durch die Wärme-Entwickelung, welche mitder Verdichtung verbunden ist, eine eben solche, aber bei jeder Lust-Art anders bestimmte Abweichung vom Mariotteschen Gesetze stattfindet, wie wir sie bei atmosphärischer Luft bemerkt haben.

So lernen wir die Schnelligkeit der Fortpflanzung des Schal-les in andern Lust-Arten kennen, aber freilich nicht mit einer ganzvollkommenen Genauigkeit, weil selbst in derselben Gas - Art derTon nicht immer genau gleich bleibt. Diese kleinen Unterschiedeentstehen daher, weil einige Verschiedenheit im Anblasen den Tonum etwas Weniges andern kann, so wie denn auch der Einfluß derWeite der Röhre, von welchem ich vorhin geredet habe, nicht ganz