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Tone der Orgelpfeifen und Flöten.
Die Blase - Instrumente, deren wir uns zu muflcalifchemZwecke bedienen, sind von doppelter Art, indem bei einigen die Ent-stehung des Tones von dem Schwingen eines dünnen Metallstrci-fens, der Zunge, oder überhaupt von den Schwingungen desMundstückes cibhängt, bei andern aber die Luftsäule selbst allein csist, deren Vibrationen den Ton bestimmen. Die letztem sollen unszuerst beschäftigen. Um in dieser Art von Orgelpfeifen die Lust inzitternde Bewegung zu setzen, haben sie die Einrichtung, daß einam einen Ende cindringender Luftstrom an einer Seiten-OeffnungVorbeigehen muß, an deren Rande er sichlbcicht, und dadurch einevibrirende Bewegung der Luft hcrvorbringt. Wenn die Pfeife vonunten bei 6 angeblasen wird 172.), so ist an dem Seiten -Einschnitte die untere Seite, die untere Lippe, unter einem mä-ßigen Winkel hincintretcnd, und der Lustsirom, der von dem un-tern Thcile 6 nur durch eine schmale Oeffnung nahe unter L indie Pfeife Antritt, bricht sich an dem gleichfalls hineintrctendenober» Rande. Die bei vorbeigehende Luft steht also hier immermit der äußern Lust in unmittelbarer Verbindung, und die Längeder in Zitierung gesetzten Luftsäule ist nur von hier an bis an dasEnde II zu rechnen.
Um die Ursache zu erklären, warum die Pfeife einen bestimm-ten Ton angiebt, und um die Höhe dieses Tones anzugeben, mußich Sie an einige Erfahrungen erinnern, die sich uns bei derBeobachtung der Wellen darboten, wenn diese von einem festenGegenstände, an dem Ende des Eanals, in welchem man dieWellen erregte, zurückgeworfen werden. Hier gab cs in einerEntfernung von dem zurückwerfenden Endpuncte, welche demViertel einer Wellenlänge gleich war, einen Punct, wo, dieserWellenbewegung ungeachtet, die Höhe der Wasserfläche immergleich blieb, während eben da ein wechselndes Hingehen und Zu-rückgehen der Wasscrtheilchen statt fand. Um uns davon zu über-zeugen, hatten wir nur nöthig, die vier Zeitmomente aufzufassen,da der Anfangspunct eines Wellenberges, da der höchste Puncteines Wellenberges, da der Anfangspunct eines Wellcnthales, undda der tiefste Punct eines Wellcnthales diesen Jnterferenzpunct,