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1 (1830)
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Widerstand der tzuft»

Endlich muß ich noch eine Art von Versuchen, dis man mitder Luftpumpe anzustellen pflegt, erwähnen, nämlich die, welcheden Widerstand der Lust betreffen. Obgleich cs aus dem früherGesagten wohl klar genug geworden ist, daß ein Stück Blei nurdarum schneller herabfällt, als eine Feder, weil der Widerstand derLust jene schwere Masse weniger zurückhält, so ist cs doch der Mühewerth, unter einer hohen Glocke den Versuch zu zeigen, daß einStück Geld und eine Feder im luftleeren Raume gleich schnell denBoden erreichen. Der Recipient, dessen man sich zu diesem Versuchebedient, muß oben eine Fassung mit einem luftdicht durchgehendenStäbchen haben, und Geldstück und Feder müssen auf einer Mc-tallplatte liegen, die man durch Drehung jenes Stäbchens plötzlichaus der horizontalen Lage in die verticale Lage bringt. Sobald soden beiden Körpern ihre Unterlage entzogen ist, stürzen sie herabund erreichen zu gleicher Zeit den Boden.

Noch ein interessanter Versuch über den Widerstand der Lustläßt sich unter der Glocke der Luftpumpe anstellen. Man bringean zwei verschiedenen Axen Flügel, so wie Windmühlenflügel, an,die so gestellt werden können, daß die Flügel an der einen Axe ihrebreite Seite, die Flügel an der andern Axe ihre scharfe Seite demWiderstande der Luft darbieten. Setzt man sie nun in gleich schnelleBewegung, so kommen diejenigen, welche ihre breite Seite dem Wi-derstande der Luft darbieten, viel früher als die andern zur Ruhe;im luftleeren Raume dagegen findet ein solcher Unterschied nichtstatt. Um die gleich schnelle Bewegung hervorzubringcn, kann manan jede der beiden Axen ein kleines gezahntes Rad anbringen, indessen Zahne die Zähne einer vertikal hcrabgehendcn Stange, dissich zwischen beiden befindet und an beiden Seiten gleiche Zähne hat,eingrcift. Wird diese durch ein Gewicht hcrabgedrückt, dessen Ein-wirkung man unter der Glocke der Luftpumpe bis zu einem bestimm-ten Augenblicke hemmen, und dann zur freien Wirkung bringenkann, so erhalt man genau gleiche Drehungsbewegungen.