Druckschrift 
1 (1830)
Entstehung
Seite
243
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groß genug ist, um selbst bis zu den Erstaunen erregenden Höhen,die man dort beobachtet, das Wasser hinaufzutreibcn *).

Entwickelung von Luft aus Flüssigkeiten,

Ich kann nicht unterlassen, Sie bei dieser Gelegenheit auf nocheinen andern Gegenstand aufmerksam zu machen, auf welchen vor-züglich die Carlsbader Quelle mich leitet, der mit einer der aller-merkwürdigsten Entdeckungen neuer Zeit in Verbindung steht, unddaher gewiß wichtig genug ist, um hier eingeschaltet zu werden.

Ohne hier auf die Umstande einzugchen, von welchen es ab-hangt, daß in so unzähligen Fallen andre Luft-Arten, verschiedenvon der atmosphärischen Luft, sich entwickeln, begnüge ich mich, Sienur an die Erscheinungen zu erinnern, welche die Gesundbrunnen,wenn wir eine damit gefüllte Flasche öffnen, welche die Biere, undandre in Gahrung gekommene Flüssigkeiten darbieten. Die ausihnen hervorsieigende Luft entwickelt sich, sobald der Gegendruckvon außen aufgehoben oder vermindert ist, und bleibt dagegen inihnen gebunden, so lange die im obern Raume der Flasche gesam-melte Luft verdichtet genug ist, um das fernere Hervordringen derLuft aus der Flüssigkeit zu hindern. Diese verdichtete Luft ist es,die von starken Bieren den Stöpsel abwirft, die durch ihre großeElasticitat die Flaschen der Weine, die in der Flasche in Gahrunggerathen, zersprengt, oder wenigstens doch durch ein Geräusch beimOcffnen des Propfes sich merklich macht. Sie verwandelt, bei ih-rem Hcrvorsteigen aus dem Innern der Flüssigkeit, diese in Schaum,wenn die Flüssigkeit Zusammenhang, Zähheit genug hat, um inso dünnen Blättchen, wie cs die Wände der Schauinbläschen sind,zu bestehen. Da ein starker Gegendruck verdichteter Luft nöthig ist,um jene Luft in ihrem gebundenen Zustande zu erhalten, so sehenwir, wenn die geöffnete Flasche aufs neue geschlossen wird, das Her-Vordringen der Luftblasen aus dem Innern der Flüssigkeit noch eineZeitlang fortdaucrn; aber nur so lange, bis der obere luftvollcRaum sich hinreichend mit Luft gefüllt hat, um dem Andrangs derhervorsteigenden Luft zu widerstehen; die Bläschen kommen sogleich

ch Eine Abbildung dieser Springgucllcn ist in Gilb. Annalen.Xk,m. und Beschreibung daselbst Xl,m. XliX.

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