fließen, so kann man diese bei ^ sammeln, ohne einen Tropfender oben stehenden Flüssigkeit mit zu bekommen.
Windkessel. Heronsbrunnen.
So zeigt sich uns der Druck der Luft da, wo nur diefreie unvcrdichtete Luft ihn ausübt; aber in manchen Fällenwenden wir auch verdichtete Luft an, um das Wasser fortzu-treiben oder ähnliche Wirkungen hervorzubringen. Ein Beispieldavon habe ich beim Stoßheber obenhin angegeben, obgleichich es da nicht vollständig erklären konnte; die Windkessel anunfern Feuerspritzen sind genau eben dasselbe. Die Wirkungdes Stoßhebcrs bestand, wie Sie sich erinnern werden, darin,daß in unterbrochenen Stößen das Wasser durch das VentilI (kig. IV3.) eindrang, und also auch nur in unterbrochenenZeiträumen in bl zum Aussließen kam; und auf ähnliche Weisewürde auch die Feuerspritze nur so lange Wasser geben, alsder herandrängende Kolben das Wasser gegen die Sprung-Ocffnung treibt, wenn nicht der Windkessel kvO (bll^. 103.)das Ausfließen des Wassers auch in den Zwischenzeiten unterhielte.Beim Stoßheber wurde nämlich das Wasser bei I in diesesweitere Gefäß kvlll hineingedrängt, und in diesem so wohlals in der Röhre bbl zum Steigen gebracht; indem es aberim Gefäße I?I)6 steigt, drängt es die Luft, welche, sobald dieuntere Oeffnung der Röhre bedeckt ist, keinen Ausfluß findet,zusammen, und der Gegendruck der verdichteten Luft treibtdaher das Wasser in der Röhre höher hinauf, als die Ober-fläche I?K des Wassers im Gefäße ist. Dieser Druck der Luftwirkt noch fort, wenn auch das Ventil in I geschlossen ist, undnachdem das Wasser einmal angefangcn hat, bei bl auszufließen, un-terhält dieser Druck der eingesperrten Luft den Ausfluß unab-gesetzt, denn bei jedem Stoße des herandrängenden und durchI eintretenden Wassers steigt das Wasser im Windkessel wiederhöher und setzt die Luft aufs neue in Stand dieselbe Wirkungauszuüben.
Die Verdichtung der Lust ist die Ursache, welche beim He-ronsbrunncn das Wasser mit so großer Gewalt zum Springenantreibt, und wahrscheinlich ist sie auch die wirkende Kraft