Druckschrift 
1 (1830)
Entstehung
Seite
210
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dcS in (eiA. 120 .) größer dargcflelltcn beweglichen Stückes genaunn der Scale so hoch, als die Quecksilber-Oberfläche. Damitman sie genau richtig stellen könne, bedient man sich des Micro-scopes. Der erste Theilstrich zeigt uns nun zwar die ganzen Liniender Baromcterhöhc an der Scale sogleich an, aber wir verlangenwenigstens auch noch die Zehntel der Linie nicht bloß zu schätzen,sondern genau abzulesen; hiezu dient der Nonius oder Vernier,dessen Einrichtung folgende ist. Statt daß auf der Scale selbst dieeinzelnen Linien aufgetragen sind, hat man in der Thcilungauf dem beweglichen Stücke, welche den Vernier oder Noniusdarstcllt, den Raum von 0 Linien in 10 gleiche Thcilc gethcilt.Treffen also (kig. 120.) bei e zwei Thcilstrichc, der Scale näm-lich und des Vernier, genau zusammen, so sind die nächsten <1, vum ^ Linie, die zweiten folgenden k und g um zwei Zehntelaus einander, und wenn der Index, nämlich die mit dem am Ver-nier befindlichen Haare zusammentreffendc Linie, um fünf Zehntelvon der vollen Linicntheilung der Scale abstcht, so erkennen wirdies an dem genauen Zusammentreffen des fünften Theilstriches.I'i-;. 121. stellt in n den Theilstrich des Vernier vor, der mitdem Haare zusammentrifft, in l> den fünften, der auf eine volleLinie der Scale Im zeigt.

Ich würde mich bei diesen genauen Anweisungen nicht solange aufhalten, wenn cs nicht ein Instrument betraft, das inaller Menschen Händen ist, und von welchem Sie selbst gewißoft eine möglichst genaue Anwendung zu machen wünschen. Daßdas Barometer genau vertical hängen muß, damit das, was wirablesen, auch der wahre Höhen-Unterschied der beiden Quecksilber-Oberflächen sei, versteht sich von selbst. Daß man durch einigeganz leise Stöße muß zu bewirken suchen, daß das Quecksilber denWiderstand an den Nöhrenwänden überwinde, und genau die demLuftdrucke angemessene Höhe erreiche, ist eine Regel, die vorzüglichbei engen Röhren nicht zu übersehen ist. Um aber bei Gefaßba-romctern, weil da bald eine weitere, bald eine engere Röhre ge-wählt ist, die Höhen richtig zu erhalten, muß man noch bemerken,daß bei engen Röhren das Quecksilber, selbst mit seiner höchstenWölbung, (auf welche man immer die Beobachtung zu richtenhat,) ein wenig zu niedrig steht, und daß deshalb eine kleine Cor-