Druckschrift 
1 (1830)
Entstehung
Seite
208
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wenn dcp Druck der Lust sich schon um etwas wehr .geändert hat.Die zweite Art von Barometern, das Hebcrbarometer (ki'A. 118.),ist in manchen Hinsichten bequemer, aber nicht ganz so empfindlich.Es besteht aus einer gekrümmten, oben bei o luftleeren Röhre, woder Druck der Luft auf die Oberfläche des Quecksilbers im kür-zer«, offenen Schenkel, bei 8 wirkt, und das Quecksilber im lun-gern Schenkel so hoch erhalt, als es dem jedesmaligen Luftdruckeangemessen ist. Es ist nicht ganz so empfindlich, als das auseiner graben Röhre bestehende. Gefnßbarometer, weil der Wider-stand, den das Quecksilber in der Krümmung der Röhre findet,immer etwas erheblicher ist.

In beiden Arten von Barometern muß der Raum oberhalbder höchsten Quecksilbecflache völlig luftleer sein, damit diese Ober-fläche im vollkommensten Sinne frei von allem Drucke der Luftsei, und die Höhe der Quecksilbersäule, welche von der unternOberfläche 8 an, vertical hinauf gemessen wird, den völligen Druckder äußern Luft angcbe. Um diese vollkommene Luftleere zu er-halten, muß man das Quecksilber in der Röhre auskochen, indemdie Erfahrung zeigt, daß sich immer Luft aus dem nicht ausge-kochten Quecksilber entwickelt, selbst wenn man so glücklich gewe-sen ist, die Röhre so zu füllen, daß kein sichtbares Bläschen übrigblieb; diese im Quecksilber enthaltene Luft wird, so wie die nochetwa anhängenden feinen Bläschen, nur dann völlig entfernt, wennman die ganze Quccksilbermasse in der Röhre selbst, ehe mandiese in ihre umgekehrte Stellung gebracht hat, auskocht, indemdann die durch die Hitze ausgedehnte Luft völlig ausgetcieben wird.Daß der Zweck, eine völlige Luftleere zu erhalten, wirklich er-reicht sei, davon kann man sich ziemlich sicher überzeugen, wennman das Barometer so weit auf die Seite lehnt, daß das Queck-silber sich oben anlegt, und dann mit dem Microscope untersucht,ob gar nichts von einem Bläschen oben übrig bleibt, sondern dasQuecksilber sich ohne den geringsten Zwischenraum an das Glasanlegt.

Ein zweites Erforderniß ist, daß die neben der Röhre ange-brachte Scale nach einem genauen Maaße getheilt sei. Wir wollenin den meisten Fällen nicht das Steigen oder Fallen unseres Baro-meters allein beobachten, sondern wir wollen unsre Beobachtungen