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sei bis auf die Oberfläche des Wassers OL hinabgedrückt undwerde nun in der Röhre hinauf gezogen. Da dieser Kolben hin-dert, daß die Luft nicht auf die Oberfläche des Wassers in derRöhre drückt, so treibt der auf die Oberfläche OL wirkendeDruck der Luft das Wasser in der Röhre hinauf, so daß dasWasser dem hinaufgezogenen Kolben folgt, ohne einen Zwischen-raum frei zu lassen; aber wenn man die Röhre über 32 Kußhoch, in vcrticaler Richtung, nimmt, so hört dieses Steigen auf,wenn der Kolben eine Höhe von ungcfehr 32 Fußen erreicht hat,und bei noch weiterem Hinaufzichen bleibt ein von Luft und Wasserleerer Raum unter dem Kolben. Der Versuch mit einer 32 Fußhohen Röhre ist zu schwierig, um ihn oft zu wiederholen; aberda er zeigt, daß der Druck der Luft auf die Oberfläche OL sogroß ist, als der Druck einer 32 Fuß hohen Wassersäule, sodürfen wir schließen, daß eine Säule des 14 mal so schwerenQuecksilbers bei weit geringerer Höhe, bei etwa 28 Zoll Höhe,schon dem Drucke der Luft das Gleichgewicht halten wird. Wie-derholen wir den vorigen Versuch mit Quecksilber und bedienenuns einer etwa 30 Zoll hohen Glasröhre .411, so sehen wir dasQuecksilber steigen, aber bei einer Höhe von ungefehr 28 Zoll(pariser Maaß) bleibt cs stehen, und der Kolben läßt, höher hinaufgezogen, einen luftleeren Raum unter sich. Der Versuch läßtsich mit einer am Ende geschlossenen Röhre auch so wiederholen,daß man sie ganz mit Quecksilber füllt, ihr offenes Ende mit demDaumen verschließt, und sie dann umgekehrt mit der Mündungin ein Gefäß mit Quecksilber taucht; nimmt man, nachdem dieganze Oeffnung sich unter Quecksilber befindet, den verschließen-den Daumen weg, so senkt sich zwar die Oberfläche des Quecksil-bers in der Röhre, aber bleibt auf ungefehr 2» Zoll hoch stehen,und wir haben nun unser gewöhnliches Barometer.
Ich habe früher einmal gelegentlich darauf hingedeutet, daßdas Barometer sich mit derjenigen zwcischcnklichcn Röhre, in wel-cher zwei ungleiche Flüssigkeiten einander gegenüberstehen, ver-gleichen lasse, und diese Vergleichung läßt sich hier vollständigerübersehen. Könnten wir über dem Gefäße OL eine Luftsäulebis zum Ende der Atmosphäre hinauf in eine Röhre einschließen,'so wäre die Vergleichung ganz vollständig, und der Druck der