ungefehc zu einer dreifach so großen Dichtigkeit, als die natürlicheDichtigkeit ist, comprimirt wäre, nicht wohl mehr ausdauernkönnen, wenn auch nicht die andre Unbequemlichkeit, daß man diedurch das Ausathmcn verdorbene Lust immer durch frische Luft er-setzen muß, in so großen Tiefen unüberwindliche Schwierigkeiten inden Weg stellte. Wie nützlich übrigens der Gebrauch der Tau-cherglocke da, wo man den Boden tiefer Gewässer untersuchenwill, werden kann, brauche ich kaum zu erwähnen, da Ihnengewiß aus öffentlichen Nachrichten bekannt ist, wie man bei demgroßen Bau eines Weges unter der Themse sich der Taucher-glocke bedient hat, um die Oeffnungen genau kennen zu lernenund zu verstopfen, durch welche vom Boden der Themse her sichdieser Weg einigemal mit Wasser angefüllt hatte.
Die Elasticität der Lust zeigt sich uns nicht allein da, woeine Acndcrung des Druckes statt findet, oder wo man durch eineZurückziehung des Kolbens ihr Gelegenheit giebt, einen großemRaum einzunehmen, sondern auch da, wo die Luft eine größereWärme erlangt. Die Wärme nämlich giebt der Lust eine stär-kere Elasticität, so daß sie bei stärkerer Erwärmung den Drucküberwindet, der sie bei geringerer Wärme in einem gewissen Zu-stande von Verdichtung erhielt. Um nur einen Fall, wo sich dieszeigen läßt, anzuführen, will ich die Erscheinungen erzählen, diesich an dem Gefäße L (biA. 8U) beobachten lassen, wenn diesesbei 6 eine sehr enge Röhre hat. Fülle ich hier das Gefäß Lmit Wasser, so zeigt die Erfahrung, daß eine sehr enge Röhre tldas Hervordringen der Luft aus dem untern Gefäße nicht ge-stattet, weil der doppelte Strom der herausgehcnden Luft und deshinabfließcnden Wassers hier nicht Raum genug findet. Die indem untern Theile eL des Gefäßes enthaltene Luft bleibt daherdort eingeschlossen. Erwärmt man nun diesen unteren Theil desGefäßes mit der Hand, so dringt eine Luftblase nach der anderndurch das Wasser hervor, und dennoch bleibt das untere Gefäßmit Luft, die nun offenbar verdünnt ist, erfüllt, bis man dieerwärmende Hand wegnimmt, wo bei der Abkühlung die Ver-minderung der Luft sich dadurch zeigt, daß Wasser durch dieenge Rühre in den untern Raum cindringt.