sicht nehmen muß, wenn die Angaben auf die hier erforderlicheund hier zu erreichende Genauigkeit sollen Anspruch machen können.
Um endlich das specisische Gewicht andrer flüssiger Körpermit dem des Wassers zu vergleichen, kann man folgendes Ver-fahren anwenden. Man waget den ganzen Körper des Aerome-ters mit dem Gefäße 6 und dem Schälchen L sehr sorgfältig ab,und weiß damit, wieviel das Wasser wiegt, welches bei der Ein-senkung bis an a aus der Stelle getrieben wird; dieses wiegtnämlich so viel, als dieser ganze Körper und in unserm Excmpelnoch 1600 Grane mehr, die zugelegt werden müssen, um dieganze Einsenkung hervorzubringen. Bringen wir hierauf das In-strument in Weingeist, so bedarf cs eines geringem Gewichtes,um bis zu dem Puncte a hinabgedrückt zu werden, ja wenn dasganze Instrument allein 6400 Gran wöge, so würde es in einemAlkohol, der nur A des Wassers wiegt, sich ohne alles zugelegtesGewicht völlig bis zu dem Merkmale einscnken, und eben deshalbfür Aether und andre Flüssigkeiten, die leichter gls Alkohol sind,nicht mehr brauchbar sein.
So vollkommen aber die Bestimmungen auch sind, die manauf diesem Wege erhalten kann, so bleiben doch einige Fälle übrig,die große Schwierigkeiten darbieten. Dahin gehören die, wo pul-vcractige Körper, die in Flüssigkeiten entweder aufgelöst werden,oder sich zum Theil zerstreuen, oder sonst auf irgend eine Weifesich mit ihnen mischen, zu untersuchen sind. Für diese hat Lcs-lic ein Instrument zu Bestimmung des spccisischen Gewichtesangegeben, dessen Einrichtung ich aber erst da werde erklären kön-nen, wo vom Barometer und der Elasticität der Luft die Bedesein wird. Ich gehe daher jetzt zu dem letzten Gegenstände derHydrostatik, zu der Frage, in welcher Stellung ein Körper sichschwimmend erhält, und was man beachten muß, um ihm einsicheres Gleichgewicht zu geben, über. -
Gleichgewichtsstellung schwimmender Körper.
Obgleich jeder Körper, der specifisch leichter ist, als Wasser,sich gewiß, ohne untcrzusinkcn, auf der Oberfläche des Wasserserhält, so kann er doch offenbar nur dann die ihm gegebne Stel-lung behalten, wenn erstlich ein solcher Theil cingetaucht ist, der
I. L