Druckschrift 
1 (1830)
Entstehung
Seite
159
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stärksten Schwefeläther, der kaum drei Viertel von der specisischen.Schwere des Wassers hat, nicht ganz untersinke. Wird das erstein sehr conccntrirte Schwefelsäure getaucht, so schwimmt cs hoch,nur bis I) eingetaucht; in einer Flüssigkeit, die anderthalbmal soschwer als Wasser ist, sinkt es fast ganz unter, und weiter erstrecktsich seine Brauchbarkeit nicht. Das zweite dagegen ist so belastet,daß es in eben dieser Flüssigkeit etwa bis L sinkt, und also dabrauchbar zu werden anfangt, wo jenes aufhörte. Man muß beidem Gebrauche dieser Aräometer nicht vergessen, darauf zu achten,für welchen Wärmegrad der Künstler sic eingerichtet hat, und dadas gewöhnlich ein mittlerer Wärmegrad, etwa 10 Gr. Reaum.,zu sein pflegt, so ist es am besten die flüssigen Körper, die man prü-fen will, so wie das Aräometer selbst, ungefehr bis zu diesem Wär-megrade zu bringen, damit man nicht erst einer Correction be-dürfe;> bei recht genauen Versuchen wird man jedoch diese Eor-rection dennoch nicht ganz vermeiden können.

Wenn cs auf sehr genaue Versuche ankömmt, so sind dieseAräometer deswegen nicht zu empfehlen, weil theils nicht mit abso-luter Sicherheit auf die strenge Richtigkeit ihrer Scale zu bauen ist,theils immer eine kleine Unsicherheit über die Tiefe der Einsenkungbleibt, indem Wasser und andre Flüssigkeiten sich am Glase hinauf-ziehen und uns nicht gestatten, den eigentlichen Punct, bis zu wel-chem der Körper eingesunken ist, als ganz strenge bestimmt anzu-sehen. Die mit Gewichten beschwerten Senkwaagen dagegen sindeines sehr hohen Grades von Genauigkeit empfänglich.

Das N i ch o l so n'sch e Aräometer hat folgende Einrichtung,die ich, statt aller andern, näher beschreiben will, -1, L (ki^. 94.) istein hohler Körper von Messing, mit welchem das hinreichend schwereGefäß 6 so verbunden ist, daß der cylindrische Theil des KörpersL U sich im Schwimmen genau vertical hält. Auf jenem Körperbefindet sich, mit der verlängerten Axe des Cylinders zusammenfal-lend, ein sehr dünner grader Stift b o, stark genug, um die, immernur mäßigen Belastungen, die man auf die Schale bl auflegt, zutragen. Man kann dieses Aräometer erstlich brauchen, um dasabsolute Gewicht irgend eines nicht zu schweren Körpers zu finden,wenn man keine hinreichend genaue Waage besitzt, man kann zwei-