Druckschrift 
1 (1830)
Entstehung
Seite
93
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Axe der Scheibe selbst eine Säule errichtet, an welcher ein durch-bohrtes Gewicht k sich ohne erheblichen Widerstand hinauf undhinab schieben laßt. Dieses Gewicht, dem man durch zugelegtescheibenförmige Gewichte eine bestimmte Größe geben kann, wirdan einem Faden, der bei <1 und o über Nöllen geht, und an sei-nem andern Ende an die Kugel 0 befestigt ist, gehalten, undmuß also an dem Säulchen aufsteigcn, wenn die Kugel 0 sichvom Mittelpunkte entfernt. Man stellt nun die Kugel in einebestimmte Entfernung vom Mittelpunkte und setzt die Scheibenach und nach in schnellere Drehung, wobei man die Geschwin-digkeit auf eine abgemessene Weise immer eine Zeit lang gleich-mäßig fortwahren, dann erst sie zunehmen läßt. Hat man einehinreichende Geschwindigkeit erreicht, so hebt die Kugel das Ge-wicht und die bewegende Kraft der Schwungkraft ist also nundem Gewichte gleich. Man stellt dann die Kugel O auf die dop-pelte Entfernung und ertheilt eben die Geschwindigkeit, so hebtsie ein doppelt so großes Gewicht, oder man bringt eine halb sogroße Kugel in doppelter Entfernung an, so hebt sie bei der vo-rigen Geschwindigkeit ein gleiches Gewicht, oder man verdoppeltdie Anzahl der Umläuft in derselben Zeit, behält aber dieselbeKugel in derselben Entfernung bei, so hebt sie ein viermal sogroßes Gewicht als vorhin.

Bon den übrigen Erscheinungen, welche die Schwungma-schine zeigt, sind besonders folgende merkwürdig. Wenn manein geschlossenes Gefäß, worin sich eine gefärbte Flüssigkeit be-findet, auf die Axe der Scheibe befestigt, so daß das Gefäß selbstum seine vertikale Axe gedreht wird, so weicht, je schneller die Dre-hung ist, desto mehr, die Flüssigkeit nach den Wänden des Gefäßeszurück, und es ist daher bei geringer Drehungsgeschwindigkeit dieOberfläche nur wenig ausgehölt, bei größerer Geschwindigkeitaber die ganze Masse der Flüssigkeit an der Wand des Gefäßeshinaufgedrangt und in der Mitte ein leerer Raum gelassen. Legtman die Röhre, worin etwas Quecksilber und Wasser be-findlich ist, so wie die Figur SS zeigt, auf die Scheibe DL, sonimmt bei der Ruhe das Quecksilber den untern, also hier dender Axe 6 am nächsten liegenden Platz k ein; bei hinreichendschneller Bewegung aber entfernt sich das Quecksilber am meisten