83
Wolke sich vermuthlich, so wie die Schweife der Feuerkugeln, alsmutt leuchtend gezeigt; es war aber kurz nach Mittag, und sokonnte ihr matter Glanz wohl im Tageslichte unsichtbar werden.Die Menschen, die sich im Freien befanden, sahen größere undkleinere Steine, zum Theil mit einem sie in Schrecken setzendenGetöse herabfallen, und bei der genauen Untersuchung fand sich, daßaus einem länglich ovalen Raume die größten Steine am südöstlichenEnde, die kleinsten am nordwestlichen Ende herabgcfallcn waren.
Ungefehr eben so sind die Berichte über alle Steinrcgen, nurmit dem Unterschiede, daß selten die Zahl der Steine sogroß ist,indem zuweilen nur von einem Steine oder von einigen wenigenStücken die Rede ist *).
Die Rechnung, die man führen müßte, um zu bestimmen,mit welcher Geschwindigkeit ein vom Monde aus geworfener Körperzur Erde gelangen würde, ist etwas schwierig, da der allmahligimmer weiter sich vom Monde entfernende Körper immer wenigervon ihm und immer starker von der Erde angezogen wird, unddaher, nachdem er eine erhebliche Entfernung erlangt hat, seineGeschwindigkeit langsamer verliert, als zu Anfang; man kannindeß diese Schwierigkeit überwinden, wenn man in der Entfer-nung — 86V Meilen (welches der Halbmesser der Erde ist), dieKraft also den Verlust an Geschwindigkeit — HL — H
Fuß in 1 Secunde, in 1720 Meilen Entfernung den Verlust anGeschwindigkeit — H.Z Fuß in I Secunde und so ferner setzt, undso stationenweise fortrechnet. Der so vom Monde auf die Erdefallende Körper würde auf der Erde mit etwa 34000 Fuß Ge-schwindigkeit in der Secunde ankommcn.
Masse der Sonne.
Daß der Mond eine nur so starke Anziehungskraft als dieErde besitzt, hat man theils aus seiner Wirkung auf das Meer,welche sich in der Ebbe und Fluth zeigt, theils aus den Störungen,die er im Laufe der Erde hervorbringt, geschlossen; bei der Sonneläßt sich das Maaß der Anziehungskraft leichter finden. Nach dem
*) Biele Nachrichten stehen in Gilberts Annalen, wo bas Re-gister über alle Bände im Art. Meteormaffen sie angiebt.
F 2