Ich kehre von diesen einzelnen Bemerkungen zurück zu der Be-trachtung, woran sich diese anknüpften, daß es nämlich momentanwirkende und daß cs unausgesetzt wirkende Kräfte gebe. Von denKräften der zweiten Art giebt uns die Kraft der Schwere, welchejedes einzelne Theilchen eines Körpers zur Bewegung antreibt, undununterbrochen die einmal bewirkte Bewegung zu vermehren strebt,ein Beispiel, das umständlicher betrachtet zu werden verdient.
Bi er Le Bo rlesung.
Schwerkraft.
Die Wirkungen der Schwerkraft, in. h. H-, bieten uns einenreichen Schatz merkwürdiger Erscheinungen dar, sie setzen uns, beirichtigem Fortschreiten unsrer Betrachtung derselben, in Stand,selbst sehr verwickelt scheinende- Phänomene zu erklären, und ver-dienen daher, daß wir ihnen eine genauere Aufmerksamkeit widmen.Wir werden die Wirksamkeit der Schwerkraft durch zweierlei Artenvon Erscheinungen gewahr, durch den Druck, welchen die Körperwährend der Ruhe ausüben, und durch beschleunigte Bewegung, da,wo sich kein die Bewegung hemmendes Hinderniß dieser entgegenstellt.
Die Richtung der Schwerkraft ist überall grade gegen die Erdezu. Der an einem Faden aufgehängte Körper zeigt uns diese Rich-tung, indem er den Faden nach derjenigen Richtung, welche mitder Richtung der Schwere übcreinstimmt, ausdchnt; der frei fal-lende Körper folgt eben dieser Richtung; und da diese überall gegendie Oberfläche der Erde senkrecht ist, so sagen wir, weil die Kugel-gestalt der Erde durch Abmessungen bekannt ist, die Schwere treibealle Körper gegen den Mittelpunkt der Erde hin, die ganze Erdebesitze eine anziehende Kraft, durch 'welche sie alles zu sich hin zubewegen strebe. Da die Erde so groß ist, daß wir, selbst aufgrößere Entfernungen als bei unfern Versuchen'Vorkommen, dieOberfläche des Meeres als eine Ebne ansehen können, so stimmendie Richtungslinicn der Schwere in unfern Versuchen mit Parallel-