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fahrungcn. Er fand daß Kupferbleche von 3oll , also reichlich ^Linie dick zu hohlen Röhren geformt, eine doppelt so große Festig-keit erhielten, wenn man sie mit einer doppelt so dicken Lage star-ken Papiers, wohl geleimt, überklebte; ferner daß ein aus Pa-pierlagcn mit gutem Leim zusammengeklebter Cplinder bei einemQuerschnitte von 1 Quadratzoll 300VI) Pfund zu tragen im Stan-de war; ein ebenso aus guten Hanffädcn zusammengeleimter Ey-linder trug sogar l!2»I>0 Pfund *).
In Rücksicht auf diesen Zusammenhang oder auf die Cohä-sion bieten die Körper eine höchst mannigfaltige Verschiedenheitdar, indem einige dem Zerreißen, andre dem Zerbrechen, andredem Eindringen in ihre Oberfläche größern Widerstand leisten.Wir unterscheiden daher harte und weiche Körper, und selbstder weiche Körper, das ist derjenige, dessen Oberfläche ziemlichleicht Eindrücke annimmt, kann dennoch dem Zerreißen (wie z. B.das Holz) einen großen Widerstand leisten. Hart nennen wir näm-lich die Körper, die jedem Hincindringen in ihre Oberfläche starkenWiderstand darbietcn. Der Stahl ist härter als Eisen, der Dia-mant so hart, daß kein andrer Körper seine Oberfläche durch Ein-ritzen angreift, und dennoch kann der geschickte Künstler, wenner die Lage der Blättchen, aus denen der als Erystall gebildeteDiamant besteht, richtig wahrnimmt, diese Blatter abspalten, sodaß die Härte hauptsächlich nur auf dem festen Zusammenhängeder Theilchen jedes solchen Blättchens beruht. —- Der weiche Kör-per nimmt dagegen leicht Eindrücke in seine Oberfläche an, undläßt sich leicht andre Formen geben. Diese große Härte der Körperist oft mit Sprödigkeit verbunden, welche sich dadurch äußert,daß eine geringe Beugung sogleich ein Zerbrechen bewirkt. - DieSprödigkeit bei bedeutender Harte beruht also daraus, daß die ge-genseitige Attraction der Theilchen zwar bei der Lage, welche wirdie natürliche Lage nennen können, sehr groß ist, aber in starkemGrade vermindert wird, sobald es nur gelungen ist, die Theilchensehr wenig aus dieser natürlichen Lage herauszurücken. Biegsam,von einer zähen Beschaffenheit sind dagegen die Körper dann, wennsic eine Aenderung der Gestalt, ohne zu zerbrechen oder zu zerrei-
') Gilb. Am>. XII. 389.