Druckschrift 
1 (1830)
Entstehung
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faltiger Ereignisse das, was mit einander in Verbindung siebtoder zu stehen scheint, geordnet auffaßt. Unsre Geistes-Anlagennöthigen uns, überall eine Verbindung von Ursache und Wirkungaufzusuchen, und der Beobachter der Naturphänomene fühlt sichdaher sogleich zu der Frage veranlaßt, ob unter zwei auf einanderfolgenden Erscheinungen die eine als Ursache der andern anzuschensei. Um diese Frage zu entscheiden, muß er sich in den meistenFallen an die Erfahrung wenden, und jener vermuthcte Zusam-menhang dient daher seiner Aufmerksamkeit zur Leitung; er achtetdarauf, ob jene zwei Erscheinungen immer so verbunden Vorkom-men, und erst, wenn er das durch wiederholte Beobachtung be-stätigt findet, halt er sich berechtiget, in der einen die nächste Ur-sache der andern anzuerkennen. Da fast keine Erscheinung sich oftwiederholt ganz auf dieselbe Weise zuträgt, sondern oft Nebenum-ständc Verschiedenheiten hcrvorbringcn, so führt gewöhnlich einewiederholte Beobachtung zur Kcnntniß dieser Ncbcnumständc, undlehrt uns eben dadurch die wesentliche Ursache um so sicherer undgenauer kennen, wenn wir sie bei allen den, in andrer Hinsicht ab-gcändertcn Umständen wieder finden. So kann selbst bloße Beob-achtung uns zu der Kenntnis der nächsten Ursache einer Erschei-nung führen; aber diese Kenntniß wird noch sicherer bestätigt,wenn es uns gelingt, eben die Erscheinung durch einen Versuch,durch ein Experiment, hervorzubringcn. Bei dem Versuchebringen wir die Umstände selbst hervor, durch welche, unsrer Mei-nung nach, jene Erscheinung bewirkt werden soll, und der Versuchbestätigt unsre Meinung, wenn er immer, bei richtiger Anordnungeben den Erfolg gicbt. Der Versuch lehrt gewöhnlich dann nochmehr; denn entweder tritt durch Zufall einmal eine kleine Abän-derung der Umstände ein, welche zum Gelingen des Versuches er-fordert werden, und wir erlangen'dadurch Belehrung über dieUrsache seines Mislingcns, oder wir andern absichtlich die Umständeab, um uns über die Verschiedenheiten des Erfolges zu belehren.In dieser mit bestimmter Absicht angeordneten Abänderung zeigtsich oft der Scharfsinn des Physikers in seinem schönsten Lichte,wenn er die Ungleichheit der Erfolge voraus sieht, welche aus jene»Abänderungen wahrscheinlich hcrvorgchen müssen, und die Ent-wickelung der einzelnen Lehren wird uns Beispiele genug liefern,