Druckschrift 
2 (1832)
Entstehung
Seite
23
Einzelbild herunterladen
 

23

Ein anderes Phänomen, von dem Rechenschaft zu ge-ben , wäre die Katastrophe, durch welche der Untergangjener Thiere herbeigeführt worden, deren Ueberbleibsel füruns in mehrfacher Beziehung als höchst wichtig geltenmüssen, zuvor wollen wir jedoch von einigen andern Verhält-nissen dieser Reste einer verschwundenen Lebenwelt reden.

In Auvergne berühren die basaltischen Ablagerungenjene Schichten von Sand, Gruss und Gerollen, welche fos-sile Thier - Knochen umschliessen, meist nicht unmittelbar;sie sind in der Regel davon geschieden durch eine oderdurch mehrere Lagen von Rollstücken und Sand, oder vontrachy tischen Brekzien und Tuffen.

Manchen Gebeinen ist ihre Ganzheit verblieben, öfterfindet man sie zerbrochen-, so zumal jene der Herbivoren.Die einzelnen Bruchstücke, mitunter nur in gegenseitigerEntfernung weniger Zolle, lassen sich genau zusammenfügen ;selbst vollständige Gerippe hat man auf diese Weise zu er-gänzen vermocht.

Bis zur neuesten Zeit wurden Ueberbleibsel von unge-fähr vierzig Gattungen getroffen, aus den Geschlechtern derPac hydermen (Elephas, Mastodon, Hippopotamns, JUdno-ceros, Tapir , Equus, Sus), Carnivoren ( Felis, Ilyaena,Ursus, Canis, Lutra, Mustela'), Nager ( Castor, Lepus) undvon Wiederkäuern. ( Cervus , Bos urus') *.

Reste von Geschöpfen auf den verschiedensten Alterstu-fen stehend, kommen nicht selten im Gemenge durch einandervor. Die Farbe der Knochen ist mehr oder weniger dunkelgelblichbraun, je nachdem ihre nächsten Umgebungen Eisen-oxyd in grösserer oder in geringerer Menge enthalten.

Lebten die Thiere auf dem Boden, in welchem man ihreUeberbleibsel begraben sieht ? Sind die Gebeine als dem

* Bei Hi n. Bouir.r.nT in Clermont sahen wir eine belehrende und sehrumfassende Sammlung solcher Reste vom Mont-Perrier, vom Mal-battu und von andern Orten, die vorzüglich reiche Ausbeute ge-liefert.