108
leons wäre»: « Meine Mutter! Meine Mntter!«
Möge eine Königin, die Jedermann beklagt, liebt,hochachtct, nnb die Dilles erfahren hat, was eine Mnt-ter fürchten kann, niemals diesen letzten A„srnf einesSohnes vernehmen!
Erlauchte Gefangene von Blaye, Madame! MögeIhre beroische lünwesenhcit auf einem Boden, der mitHeldenmut!, bekannt ist, Frankreich dahin bringen,Ihnen das zu wiederholen, was meine politische Unab-hängigkeit mir das Recht erworben hat, Ihnen zu sagen :« Ikr Sobn ist mein König ! » Wenn die Vorsehungmir noch einige Stunden des Lebens anflegt, werde ichwohl znm Tröste dieser Stunden noch Ihren Triumpherblicken, nachdem ich die Ehre hatte, mich IbremUnglücke anzuschlicßcn? Werde ich jenen Lohn meinesGlaubens erhalten? Im Augenblicke, wo Sie wiederglücklich werden sollten, werde ich mit Freude in Zurück-gezogenheit die in Verbannung begonnenen Tage, dieNiemanden mehr nützen, vollbringen. Ach! ich bin trost-los, nichts für Ihr gegenwärtiges Geschick thnn zukönnen! Meine schwachen Worte werden sich kraftlosan den Mauern Ihres Gefängnisses verlieren; dasRauschen der Winde, der Wogen und der Menschenam Fuße der einsamen Festung wird selbst diese letztenKlagetöne einer treuen Stimme nicht zu Ihnen auf-stcigcn lassen.
Paris, den 21 . Dnember 1832 .