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Memoire über die Gefangenschaft der Frau Herzogin von Berry
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Der Dauphin war der Gegenstand eurer Bewunde-rung und eurer Hoffnungen; seine Tugenden glänztenin Spanien. Wenn er einige Schwachheit besaß, sowar es die, daß er zu viel Vertrauen ans seine Feindesetzte, und daß er den Werth der alten Dicnsicrgcbenheitnicht genug fühlte. In euren Augen kann diese Schwächekein Verbrechen seyn.

Und was soll ich erst sagen von jenem Musterder Tugend und des Schmerzes, der Dauphine!Als Tochter Ludwig's XVI. war sie Königin ge-worden, im 'Augenblicke, wo der Dauphin seine Ab-dankung signirte. Nach vierzig Unglücksjahrcn abermalsin's Epil geschickt, sicht sie in der Gefangenschaft ihrerSchwester eine Revolution enden, die mit der ihrigenangefangcn. Habt Ehrfurcht vor ihrem Muthe, dennich habe cs anderwärts gesagt: «die Leiden der FrauDauphine sind so hoch gestiegen, daß sie eine der Großender Revolution geworden sind.» Sehet die Weltvon Thränen, die unter den Gewölben des Schlossesvon Prag die Nachricht vom Schlosse von Blayeempfangen hat.

Es war weiland in Böhmen einer von jenenKönigen, wie man sie nicht mehr trifft. Er nannte sichJohann. Eines Tags benachrichtigte man ihn, daßEduard III. einen Einfall in Frankreich gcthan. So-