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Memoire über die Gefangenschaft der Frau Herzogin von Berry
Entstehung
Seite
95
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regiere, als daß er seine Krone einer neuen Toalitionverdanke. Als die Herzogin fälschlich berichtet mit demPublicum meinte, daß Europa sich erhebe, sagte sic lebhaft :«Ich will nicht, daß diese Leute meinem Sohne Quar-tier machen,» nnd sie wollte zuvorkommen. Aller-dings wünscht sie mit diesen Königen, die sämmtlichihre Verwandten oder Verbündeten sind, in freund-schaftlichem Verhältnisse zu stehen, mit ihnen ein wechsel-seitiges dienstbcreitwilligcs Vernehmen zu unterhalten;wenn sie aber aus der in Frankreich zu Grunde ge-gangenen Ordnung einen Vorwand zu Eroberungenmachten, und die Macht der Anzahl ihnen ein zweitesWaterloo gewährte, so war die Herzogin gekommen,um ihnen zu sagen: « Ihr gebt vor, daß ihr die Legi-timität respcktirt, und das Prinzip derselben in Schutznehmet; wohlan! die Legitimität ist in Frankreich,denn ich bin hier. Zieht euch zurück vor meinemSohne! Ihr habt aus Rücksicht für Ludwig XVIII.im Jahr 1815 der Zerstückelung Frankreichs entsagt;so entsagt derselben nun auch zu Gunsten HcinrichsV,wofern ich nicht eure Feindin bin. Ich marschiregegen euch an der Spitze aller Franzosen, die wie ich dieEhre und die Unabhängigkeit des Vaterlandes wollen.»

Und die Frau, deren Muth sich so herausgestellthat, daß ihre Worte Glauben verdienen, die Frau,