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Memoire über die Gefangenschaft der Frau Herzogin von Berry
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nommen worden ist. Erzähle, daß diese Mutter eineAutorität angrcift, die Frankreich auf die Höhe desGlücks gehoben, und nicht eine Regierung, die, ihreigenes Prinzip verletzend, sich zum Nachtheil der Ehreund der Freiheiten dieses Frankreichs erhalten hat.Schildere uns das Entsetzen, das euch eine schrecklicheInvasion, die Invasion einer Mutter, cingcjagt hat.Bewege uns zum Mitleid über das Unglück eines König-thums, das, mit dem Sceptcr des h. Ludwig beschwert,eine große Civilliste cinkassirt, und dadurch das unge-heure Familicngut spart; ein Königthum, vcrurtheilt,in Palästen mitten in einer glänzenden und glücklichenFamilie zu schlafen; ein Königthum, das nie dasAlmosenbrod gespeißt hat, das nicht verkauft, nie vonGenSdarmen verfolgt ward. Und eine kecke Frau hatnicht den Schmerz dieser Glückseligkeit rcspcktirt!

Wie! hcrabgestürzt aus den Freuden und Genüssendes Lebens in einen Abgrund von Unglück, hat sie ver-rätherisch im Gehölz, in Sümpfen und auf Felsen ihrLager aufgeschlagen! bald eine Bäuerin, bald eine Schiffs-fran, ist sie von Republikanern oder Royalisten, die sieerkannt, unangetastet geblieben. Sie hat am Herdeder Schäfer oder bei den auf den Schlachtfeldern zumAndenken an die Vendeer aufgcpflanzten Kreuzen dieGastfreundschaft genossen. Sie hat des Nachts mit einer