Fallen die Kometen zuweilen in die Sonne?
Der große Newton hat diese Frage bejahend beant-wortet. Wenn man, mit ihm, das Licht als eine aus der Sonnefließende auch 'noch so feine Materie betrachtet, so wird durchdiese Emanation im Lanfe der Zeit der Sonnenkörper oderdoch seine Lichtmenge verringert: er braucht daher Ersatz odergleichsam Nahrung, die ihm durch jene vielleicht selbstleuch-tende Kometen gegeben wird, welche zuweilen der Sonne sonahe kommen, daß sie ans sie stürzen, sich mit ihr vereinigenund ihr dadurch neuen Lichtstoff zuführen. Wir haben, nach ihm,schon mehrere Beispiele dieser Art, wenn nicht an der Sonne,so doch an den Firsternen gesehen, die auch Sonnen sind.Die im Jahre ,57s und >804 in der Kassiopeia und imSchlangeuträgcr auf einer früher dunklen Stelle des Him-mels erschienenen neuen Sterne, deren Licht selbst jenes vonSirius und Jupiter übertraf, und die nach einigerZeit wiederverschwanden, sollen solche bereits erloschene Sonnen gewesenseyn, die durch einen auf sie stürzenden Kometen, der ihnenneuen Brenn- und Lichtstoff zuführte, in Brand geriethcn.
Der mit Recht hoch verehrte Name Newton's darfuns nicht abhalten, diese Meinung näher zu prüfen.
Bemerken wir zuerst, daß er durch den großen Kome-ten des Jahres >b8o, den er selbst beobachtet hatte, aufdiese Idee geführt wurde. Dieser Komet kam der Sonne inderThat ganz ungemein nahe. Nach den obenS.Zi gegebenenElementen näherte er sich dem Mittelpunkte der Sonne bisauf 0.008224 Halbmesser der Erdbahn, oder bis auf isLbooMeilen. Da der Halbmesser der Sonne g 3 goo Meilen be-trägt, so war der Mittelpunkt des Kometen in seinem Pe-rihelium von der Oberfläche der Sonne nur 35700, also nurnahe halb so weit, als der Mond von der Erde, entfernt.Er kam daher der Sonne sechs tausend Mal näher, als dieErde, so wie er wieder in seinem Aphelium über 85 o Mal