übereinstimmen. Auch ist der Jrrthum leicht aufzufinden, derauf den oben erwähnten Fehlschluß geführt hat, nach welchemder Widerstand des Mittels die Bewegung des Körpers ver-zögern soll. Wenn nämlich die Bahn des Körpers unver-änderlich ist, wenn z. B. eine Kugel von Elfenbein sich ineinem festen Kanäle, in einer geraden oder krummen Röhrebewegen soll, so ist kein Zweifel, daß sie sich in der leerenRöhre schneller, als in einer mit Luft oder Wasser gefüllten,bewegen wird, und daß also hier der Widerstand des Wassersin der That eine Verzögerung der Geschwindigkeit Hervorbrin-gen wird. Aber die himmlischen Körper bewegen sich nicht insolchen festen und unveränderlichen Röhren, sondern in bloßimaginären Bahnen, die nachgeben oder sich ändern, so baldirgend eine äußere Kraft auf den Körper einwirkt, welcherin dieser Bahn einhergeht.
Übrigens wird uns'dieser Encke'sche Komet in demgegenwärtigen Jahre >832 zum achten Male mit seinemBesuche erfreuen, wo er am 4 . Mai der Sonne und am r6.JuniuS der Erde am nächsten stehen wird, d. h. wo er zurersten Zeit von der Sonne sieben und zur zweiten von derErde fünfMillionen deutsche Meilen entfernt seyn wird. Diesekleinsten Entfernungen sind immer noch so groß, daß er nurschwer, selbst durch Fernröhre, sichtbar seyn wird, wenig-stens für die Astronomen von Europa oder überhaupt für dienördliche Hemisphäre der Erde. Zwar nähert er sich dieß-mal der Erde mehr, als er bei irgend einer seiner früherenErscheinungen gethan hat, aber nach den bisherigen Beob-achtungen scheint seine gute Sichtbarkeit mehr von seinerNähe bei der Sonne, als bei der Erde, d. h, mehr von derIntensität seines von der Sonne geborgten Lichtes, als vonder Menge des Lichtes, das er uns zuschickt, oder von seinerscheinbaren Größe abznhängen. Die Schwierigkeit, ihn gutzu sehen, wird dießmal für uns besonders dadurch vermehrt,daß er nur in der Abenddämmerung erscheint, und bald nach