Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
295
Einzelbild herunterladen
 

295

und wo cs wolle, in allen ihren Angelegenheitengerne mit Seinem Nath zn Diensten stehe. Alseinen Herrn hakte Er sich geoffenbaie, der für dieredlich Nahenden zn jeder Zeit zu Hause sey, undSeine Leutseligkeit in einer Weise an den Tag ge-legt, daß es den Anschein gewann, als lebe er ein-zig nur um der Sünder willen. Und nun woll-ten sie doch nicht zu Ihm kommen, und liefen anIhm vorbei gen Ekron zu den Götzen. Das warwahrhaft himmelschreiend, und entrüstete Sein treuesHerz mit Recht auf's tiefste. Er erschien deshalbselbst, um Klage zu führen über solchen Undank,und mit wie vielem Grunde läßt er den Boten sa-gen: "Ist denn gar kein Gott in Israel, daß ibrhingchct, zu fragen Baal-Scbub, den Gott zu Ekron?"

Ich kann mir denken, wie schwerlich Mancherunter uns sich wird überzeugen können, daß das inder That der ewige Gott gewesen sey, der hier wie-der so gar menschlich anftritt, und zu Elia redet,wie Menschenkinder zu reden pflegen. Und freilichglaubt sich so etwas nicht eher, bis man Ihn inseiner tiefsten Erniedrigung in der Krippe und amKreuz erfaßte, und in der Liebe Ihn kennen lernte,in welcher Er der Allerunwcrtheste und Verachtetstewerden wollte, um uns zu Ehren zu bringen, undin der Er sich zum Lämmlcin Gottes weihte, umuns mit Seinem Blute ewig zu erkaufen. Hatman aber erst in diesen Tiefen Seine Bekanntschaftgemacht, daun können uns Seine andern Erniedri-