Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
281
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chcn unter euch, der sich heute noch so stark macht,und mit eiserner Stirne cinhertritt, werden wir nocheinmal wie einen zertretenen Wurm sich krümmen,und wie einen Rasenden sich gebehrden sehen, seinHaar zerraufend vor Entsetzen, seine Augen rollend,wie Feuerflammen, vor Verzweiflung. Und werdenihn wimmern Horen, mit stockendem Athcm: '/Meinearme arme Seele!" und ächzen, wie schonaus der Hölle heraus: "Ich bin verloren! ewigverloren!" Und ach, wer weiß, ob wir ihn dannwerden trösten können, trösten dürfen. Vielleichtsagt uns dann ein bestimmtes Gefühl, cs sey nichtBuße zu Gott, was über ihn gekommen, cs seykein Trauern über sein geistliches Verderben; es seykein Hungern und Durften nach der Gerechtigkeit,noch ein Schmachten nach Gottes Liebe und Ge-meinschaft; cs sey vielmehr nur ein Schauderder Natur, nur jene Höllenangst, die auch die Teu-fel fühlen; es sey nur jenes Bücken vor dem hohenGott, zu welchem auch die bösen Geister sich ver-standen, da der große Schlangentrcter sich ihnennahcte, und es liege dieser ganzen Buße kein an-deres Interesse zum Grunde, als dasjenige, welchesauch jenen Dämonen das Gebet an den Sohn Got-tes eingab: "Heiße uns nur nicht in die Tiefe fah-ren." Ach, Gott sey uns gnädig! meine Brüder,und gebe uns die Reue zur Seligkeit, die Nieman-den gereuet. Unsere Buße sey, wie die Thräne desliebenden Kindes, das nicht Ruhe hat, bis das Auge

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