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oder Ehre, Bequemlichkeit oder Wollust, oder wiecs heiße, ist der stolze Sohn der Erde feil, undeine Waarc, und zu jeder Schlechtigkeit und Er«uiedrigung fähig. — Der Preis, um den der Kö-nig Israels zu haben war, wir wissen, Weiber-gunst hieß er. Tic Gewogenheit Jesabels warder Götze, der nur zn winken brauchte, und Ahabstand bereit, nicht allein seinen Willen, seine Ehreund die Nuhe seines Gewissens, sondern auch dasHeil seiner Seele, seinen Glauben, falls er einenhatte, und selbst die Gunst des Himmels, wenner sie besaß, als williges Opfer zu seinem Altarzu tragen. — Und daß nur Ahab der Einzige ge-blieben wäre, der um einen so wohlfeilen und schlech-ten Preis für die Hölle siel» verhandelte! Aber Selbst-vcrkäufe solcher Art gehören auch unter uns nichtzn den Seltenheiten. Ach, frage sich nur Mancher,warum er ungläubig sey, warum er das Volk Got-tes verachte, der Welt und dem Teufel diene, undjedem bessern Eindruck gewaltsam widerstrebe? —und was gilt's, er wird bekennen müssen: "darum,weil ich gebunden bin, cs zu thun!" Und wodurchgebunden? Gebunden durch menschlichen Vorgangund Einfluß; gebunden durch eine Verbindung, Gunst,Gewogenheit oder Liebe, der die stillschweigende Be-dingung unterstellt ist, daß der begünstigte oder ge-liebte Gegenstand sic mit seiner moralischen Selbst-ständigkeit bezahle, und jede bessere Regung, ja dieewige Wohlfahrt seiner Seele ihr zum Opfer bringe.