234
wir durch die Tausende von Näthscln der gött-lichen Weltregicrung, die uns hicniedcn umgeben,schweigend hindurchgehcn, und der Vernunft entge-gen, aut ein festes prophetisches Wort hin, durchden Glauben Gott die Ehre geben, daß auch"Seine Thorheit" nichts als anbetungswürdigeWeisheit scp, und daß auch das scheinbar Wider-sprechende und Befremdliche in Seinem Regimentzu einem Plane und in eine Ockonomie gehöre, dieuns einst nur eine um so höhere Bewunderung ab-uöibigen werde, jemehr sie unserer verdüsterten Ver-nunft hicniedcn zum Acrgcrniß gereichte. Gottes Ge-danken sind nicht unsere Gedanken, und Seine Wegeunendlich höher, als unsere Wege. „Wir verstehenSeine Negierung nicht, sagt ein erleuchteter Mann,und wagen immer zu viel, selbige zu loben oder zutadeln. Er gefällt sich selbst in seinem Plan, undist für unsere Urtheile unbesorgt. Wenn ihm derPöbel über die Güte der Welt oder die WeisheitSeines Regiments mit klatschenden Händen undscharrenden Füßen Höflichkeiten sagt und Beifallznjauchzt, wird Er wie Pboeion beschämt, und fragtden Kreis seiner wenigen Freunde, die nm seinenThron mit bedeckten Augen und Flügeln stehen, obEr etwas Thörichtes gesprochen oder gethau, weiler sich von dem gemeinen Haufen über SeineWerke bewundert sieht." — "Es ist wahrer Unsinn,sagt derselbe geistreiche Schriftsteller, sich ein Haarmehr oder weniger zu wünschen, als man hat, und