Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
205
Einzelbild herunterladen
 

205

wir vergebens. Als wäre er nur ein Fremdlingund Gast auf Erden, kein Einsassc und Bürger, undals hinge er mit den sterblichen Bewohnern desStaubes geschlechtlich nicht zusammen, so betrater, einem göttlichen Meteore vergleichbar, denöffentlichen Schauplatz, und sein erster Gruß warein Wort der Allmacht: "So wahr der Herr, derGott Israel, lebet, vor dem ich stehe, cs soll dieserJahre weder Thau noch Regen kommen; ich sagees denn!" Seine häuslichen Verhältnisse bleibenuns verborgen. Seines Vaters und seiner Mutterwird mit keinem Worte gedacht. Von Brüdern,Schwestern und Verwandten, die er gehabt, ist nir-gends die Rede. Auch schienen die weicheren Ge-fühle menschlicher Liebe und Zärtlichkeit seinererhabenen Seele fremd zu sepu, und so trat er da-her, riesig über seine Zeit und Generation hervor-ragend, wie ein Einziger seiner Art in jeglicherBeziehung. Von leutseliger und herzgewinnenderHerablassung ist kaum eine Spur in seiner Ge-schichte wahrzuuehmen. Wer ihn begreifen wollte,der mußte suchen, sich zu ihm empor zu heben.Eine imponircnde Majestät umleuchtcte seine ganzeErscheinung, und hielt Alles, was ihn umgab, wieder Berg Sinai die Israeliten, beständig in einerehrerbietigen Entfernung. Ganz anders verbüktes sich nun mit Elisa und dessen Auftreten. Elisaerscheint ganz als ein Mensch, wie andere. SeineHerkunft, seine Geburt, seine Berufung und seine