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schäften seinen Beruf, und war gar wohl damit zu-frieden, und trachtete nicht nach hohen Dingen. Wieviel liebenswürdiger und schöner ist nicht dieser Sinn,als die entgegengesetzte Richtung, der man heut zuTage so häufig unter den Christen begegnet. „Wir-ken für das Reich Gottes!" ist die Losung unsererZeit geworden; deß freuen wir uns allerdings, aberdoch nur mit sehr gemischten Empfindungen. Es istdes citcln Wesens und selbstgefälligen Vordrängenszu viel, das leider auch auf dem Gebiete diesesWirkens zur Erscheinung kommt. — Kaum, daßEiner heut zu Tage ein wenig göttlicher Gabe beisich zu bemerken glaubt, so nimmt er auch schonkeinen Anstand mehr, sich als einen Pfeiler derKirche Gottes anzuschcn. Da muß denn der Standund Beruf, in dem er sich befindet, nicht mehr derrechte seyn. Ta ist gleich die Rede von einer hö-her» Bestimmung, zu der man sich geborenfühle. Da muß man ein Prediger, ein Missionar,ein Lehrer werden, und die „innere Gottesstimme,"worauf man sich dann so gerne zu berufen pflegt,ist in hundert Fällen doch nichts anders, als eineitles, dünkelhaftes Gelüste des eignen Herzens.Freilich sollen wir unser Licht leuchten lassen vorden Menschen, aber ein Jeglicher an dem Orte, woGott ihn hingcstellt. Auch fällt es dem Herrn nichtein, bei jener Aufforderung nur an's Dociren zudenken. Nicht deine Lippe blos, dein Leben soll derLeuchter seyn. In dem Total-Eindrucke, den deine