Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
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Verleugnen mehr, sondern nur cm förmliches Ab-schwörcn des Herrn der Gefahr ihn würde entreißenkönnen; und das sanfteste Tauben-Gemüth, das bisdabin in stiller Rückgezogenhcit und eingckchrt amHerzen Jesn ruhend sich um die Außenwelt nichtkümmerte, wird jetzt, da es mit der Lästerung widerden Herrn der Herrlichkeit auf's Aenßerstc gekom-men, in heiligem Eifer entbrennen, und sich gedrun-gen fühlen, nunmehr das stille Kämmerlein zu räu-men, und draußen die Schmach Immanuels zuthcilen. Tausende, die in den Tagen der Ruheschüchtern die Flügel hangen ließen, werden wirj'tzt, da der Himmel sich bewölkt, wie junge Adlerdurch den Sturm sich schwingen sehen, und dieBlödesten in der Gemeine Gottes, die sich bis heutenur in Seufzern, nur in Klagen vernehmen lassen,werfen dann ihre Klagen weg, und vertauschen sicgegen die freudige Losung: »Nehmen sic den Leib,Gut, Ehr', Kind und Weib; laß fahren dahin, siebaben's kein Gewinn, das Reich muß uus dochbleiben!» So wird eine freudige Erscheinungum die andere in jenen Tagen uns überraschen. Jegrausiger die Nacht sich färben wird, um desto rei-cher wird das Firmament der Kirche sich bcstirnen,um desto Heller werden seine Lichter brennen. Wieeine neue, blühende Schöpfung wird von einem Polzum andern die Gemeine der Erwählten aus ihrerVerschleierung emportauchcn, und wie die Träumen-den werden wir sepn, wenn wir unser Hosianna von