Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
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sagt, müßte sie da nickt im Uebcrmaaßc ihres Frcu-dengcfühls über ihren herrlichen Glanz, ihres eignenSelbst vergessend, alle diese Meere, alle diese Seen,alle diese Flüsse, ja selbst die hoben Gletscher inihre Mcsenarmc schließen nnd dicsclbigen inniglich

und wonnetrunken an ihr Herz drücken?-So

sah Jesus Christus, die Sonne der Gerechtigkeit,sein Ebenbild nnd göttlich Werk in jeder erneuertenSeele, wie in einem Hellen Spiegel; darum, im Uc-bermaaße seines Frcudcngcfühls sich selbst vergessend,konnte er dcmüthig hinsinkcn zu den Füßen seinerJünger, nnd ihnen die Füße waschen; darnm bracher ans vor dem cananäischcn Wciblcin in den Zinsdes Entzückens: "O Weib, dein Glaube ist groß!" So siehet der ewige Vater in den Kindern Got-tes die Schönheit seines Sohnes, also einen Ab-glanz seiner eignen Schönheit, nnd sofort wogt seineganze Liebe ihnen zu. lind glichen diese Kinder auchnur den unansehnlichen Bächlein, oder gar, wie auchdas zu Zeiten kommen kann, den kalten Gletschernund Eisgcbirgen; Er umfasset sie mit Licbcsarmcn,des Bildes, des wunderschönen Bildes wegen, dassich in ihnen spiegelt.

Seliges Volk, dem solch ein Liebes-Occan ent-gcgcnbrandet: Wer ist dies Volk? wie sieht cs aus?wo finden wir's? Unser heutiger Tert wird unsGelegenheit geben, auf diese Fragen das Eine undAndere zu crwicdcrn. Wir betrachten die ver-schleierte Gemeine.