Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
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Wellen, steht die Schwcstcrlicbe in der Person Mir-jam's von ferne, und bewacht das Kindlein, undwill erfahren, wie es ihm gehen werde. Und Gottsendet die Tochter Pharao an das Gestade desStroms. Dicselbige, da ste das Kasilein bemerkt,zwischen dem Schilfrohr schwimmend, schickt ihrerMägde eine und läßt es holen. Und da sie esausthat, sähe sie das Kind, und siehe, das Knäblcinweinte. Da jammerte cs sic und sprach: "Es istder hebräischen Kindlein eins." Da sprach seineSchwester zn der Königstochter: "Soll ich hingehenund der hebräischen Weiber eine holen, daß sie dasKindlein säuge?" Und sic sprach: "Gehe hin!"Da ging die Jungfrau und rief des Kindes Mut-ter. Da sprach Pharao Tochter zu ihr: "Nimmhin das Kindlein und säuge mir's, ich will dir'slohnen." Da waren Kind und Mutter wiederumbeisammen, und sie säugctc den Knaben.

Des Tröstlichen, das diese Geschichte in sichbirgt, ist viel, und ihr werdet es wohl selbst schonherausgekostet haben. Wir Alle, meine Freunde, soviele unsrer Christi eigen sind, liegen gleichfalls ineinem Kästlcin geborgen. Das Kästlci» ist SeinHerz, ist Seine Liebe. O wie liegen wir wohl indieser sanften Wiege! Da dringt Pharao's Schwertnicht hin, und die Wasserflächen, schaukeln mögensie uns, aber sie werden uns nicht ersäufen. AberManche!» geht es unter uns, wie dem kleinen Mo-ses, der nicht wußte, wie fein er geborgen lag, und