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cs waren. Seht, meine Freunde, so müssen wiruns gewöhnen, nicht als vereinzelte, für sich be-stehende Personen, sondern als Theile Eines Gan-zen, als Glieder Eines Körpers uns zu betrachten.Und wenn nun einem Bruder etwas Gutes geschahvom Herrn, ein Gebet ihm erhört, eine wunderbareHülfe oder Rettung ihm zu Theil ward, so müssenwir nicht bei uns sprechen: --ja, das geschah dem;der ist auch ein ganz Anderer, als ich." Nein,nein; freuen müssen wir uus alsdann, und demGedanken uns hingcbcu: »dasselbe ist zu gleicherZeit auch mir widerfahren; der Herr ist auch mirso gut, so freundlich und so nahe; auch ich habe indem, was meinem Bruder zu Theil geworden, einneues Siegel und Unterpfand von der Leutseligkeitempfangen, womit mein Gott mir zugcthau ist; dennich und jener Mensch sind eins, wir gehören zueinem unzertrennlichen und untheilbareu Leibe, undwäre er auch etwa die thätigc rüstige Hand, ichnur der untergeordnete Fuß: was thnt cs; ich hangedoch am Leibe, und wenn ein Glied herrlich gehal-ten wird, so freuen sich alle andern Glieder mit.
Ihr seht, meine Lieben, welch' ein überschwäng-licher Trost in der Lehre verborgen liege, daß wirAlle ein Leib sind, — und welch' eine ganz neueund selige Bedeutung dadurch namentlich die Ge-schichten aller Heiligen Gottes für uus gewinnen
müssen!-Möge denn das Bewußtsein jener
gchcimnißvollcn Einheit und Vergliederung auch zu