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2 (1831)
Entstehung
Seite
98
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aber der doch Alles herrlich hinaus führt; von daaus schaue hinüber zu den jenseitigen Gestaden, indie friedlichen Auen des gelobten Landes, nach deindu pilgcrst; von da aus stärke deine Seele am An-blick jener seligen Schaar, die Niemand zählen kann,die kommen sind aus großer Trübsal, und wuschenim Blut des Lammes ihre Kleider. So athme in dei-nem Dunkel Luft des ewigen Morgens, der bald jatagen wird. Fahr' aus, fahr' aus! Schlag' deineGlaubensflügcl, zeuch' in's Weite!

O so umtvne es uns denn, so oft wir jammerndund klagend zwischen den nächtlichen Schatten unse-res Elendes sitzen, das muntere, bchcrzigcnswertbcWort: »Gehe heraus, und tritt auf den Berg vorden Herrn!" Ja, auf Golgatha gelebt, auf demFelsen der ewigen Verheißungen gezeltet, und vordem Herrn gestanden jeder Zeit, mit offener Seele,ohne Rückhalt, Falsch und Tücke; das ist das Gc-hcimniß, wie man in Zeit und Ewigkeit vergnügtund selig leben mag. Wollen wir uns ver-schließen und verrammeln, so sey cs in den Wun-Lcnhöhlen Jesu, und in dem Abgrund seines Liebes«Herzens.

O süße Bergung hier! O angenehme Lagerstätte!Da klingt die Sabbathglockc, das Herz wird stille,das Auge strahlend, auch dann, wcnn's draußendunkelt, auch dann, ja dann am Meisten,