Druckschrift 
2 (1831)
Entstehung
Seite
71
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sich hineinzudcnken, aber darum gab es doch einenEideon uud David. Freilich mogtcn Moses undPaulus selbst, nachdem der Moment jener göttli«cheu Ecstase vorüber war, über die wunderbare Be«wcguug, von der ihre Seele war übernommen wor»den, in Verwunderung gcrathen, und sich diesen in-nerlichen Vorgang selber nicht mehr zu deuten undzu cnträthseln wissen. Tenn aus dem Gleise ihresgewöhnlichen Empfindens waren sie in jenen Augen-blicken weit, weit hinwcggerückt, und cs stand auchnicht in ihrer Gewalt, auf jenen Höhepunkt über-schwänglicher Liebe und heiligen Eifers für die EhreGottes sich zu jeder Stunde wieder zurückzuschwin-gen. Zu andern Zeiten wäre cs Lüge gewesen,hätten sie die Brüder versichern wollen, sie seycnbereit, ein Fluch für sie zu werden, wenn sie ihnendadurch den Fluch vom Haupte nehmen könnten;aber damals war es Wahrheit, und die innersteMeinung ihres wundersam ergriffenen Herzens.Ihr kennt neben Paulus und Moses einen Drit-ten, der mit ihnen dasselbe Begehren thcilte. Terbrachte cs wirklich zur That, wozu das Herz Ihndrängte; denn cs stehet von Ihm geschrieben: "Erward ein Fluch für uns!" Manche Christenschütteln zu dieser Wahrheit den Kopf, und trauen'Sdem Herrn Jesu nicht zu, daß seine Liebe zu unsso weit gegangen scy, daß er selbst die Strafen wi,der sich habe wollen anlaufen lassen, die uns unse-rer Sünden halber treffen und verderben mußten.