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2 (1831)
Entstehung
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unscrs Lebens erlöschen sehen, bevor sie mit erlischt.Sie pflegt das Theuerste selbst zn überleben; nurdie Hoffnung überlebt sie nicht. Wie Elias im Gar-ten seines Lebens auch diese Blume welken sicht, er-liegt er, und ist entzweit mit seinem Daseyn. Undwäre er nicht ein Mensch Gottes gewesen, ach, werweiß, in welchen entsetzlichem Abgrund noch, als inden der Ungeduld und des Zagcns über dem Grabeseiner schönsten und theucrsten Aussichten sein Lebensich hätte verlieren können.

Es hatte wirklich ganz das Ansehen gewonnen,als wäre der Herr seines Werkes plötzlich überdrüs-sig worden, und seines Propheten dazu. Das gött-liche Walten hatte sich mit einem Male zu tief indie Gestalt des Ungefährs vermummt, als daß einsterblich Auge es noch hätte erspähen können. Ja, csschien sich ganz zurückgezogen und der menschlichenWillkühr den unbeschränktesten Spielraum gegebenzu haben. Unserm Propheten kam cs wenigstensso vor. Er verstand seinen Gott nicht mehr. Er ver-mögt in solcher unerwarteten Wendung der Tingeweder Sinn noch Plan und Zusammenhang mehr zuentdecken. Er befand sich wie in einem nächtlichenLabyrinthe, wo keine Lampe ihm leuchtete, kein Fa-den ihn zum Ausgang führte. Und wenn wir nunbedenken, wie ja solche dunkeln Stände der Gottes-mcnschen von den finstern Mächten nimmer unbe-nutzt gelassen werden, und wie der Versucher ohneZweifel auch dem geschlagenen Manne unter dem

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